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CD-Review

Shattered Ante Mortem Illusions (EP)

Artikel veröffentlicht am 28.01.2013 | 1519 mal gelesen

“Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen… Rahn schießt!“

Das war 1954 so… und 2013 auch nicht anders. Gut, Rahn schießt jetzt seit bald zehn Jahren nicht mehr… aber hier müsste er. Er müsste!!!

Es schießt aber gar keiner…

Einfach mal feste druff… aber es wird nicht eingenetzt!

Nicht, dass es hier grundsätzlich nicht feste druff zuging… beileibe nicht. Es drückt gar mächtig der charmant ungehobelte Todesblei aus den Boxen und gemahnt an solch’ hehre Vorbilder wie BOLT THROWER, ASPHYX und diverse andere Schwergewichte ähnlich gelagerter Heftigkeit, die es vor allem mit Blick auf die Geschwindigkeit etwas gemächlicher angehen.

Weder sind die kräftigen Flügel des Tores der Trübsal nicht dazu angetan, der französischen Formation wahre Härte zusprechen zu müssen, noch flieht die Mucke jegliche Eigenständigkeit – im Gegentum – gerade mit den eingestreuten Soli, die zwischen Klampfenklassik und Katzenkataklysmus pendeln, die an eine gewisse Kapelle aus Birmingham erinnernde Melodieführung und mit dem starken, manisch keifend-kotzenden Fronter kann das Quintett durchaus Akzente setzen; doch der zwingende Abschluss fehlt noch.

Leider reicht die Riffgüte nicht an die vorgenannten Referenzen heran und auch wenn “Shattered Ante Mortem Illusions“ das Potential der Band aufzuzeigen imstande ist, gebricht es letztlich am runden, schlüssigen Song – dem… Tor! eben…

Gerade vor dem Hintergrund der erstarkten Todesmetall-Untergrund-Szene, deren Vorreiter wie auch AFFLICTION GATE den Weg der alten Schule um die frühen Neunziger herum beschreiten, aber bereits prachtvollere Tonträger präsentieren konnten, muss sich der Fünfer beim nächsten Mal – dann vielleicht auf LP-Strecke – konzentrierter, fokussierter ums Songwriting kümmern, um schließlich gleichzuziehen.

Vielleicht ballert dann auch mal jemand aus dem Hintergrund… und wenn’s jemand wie Booth ist…


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