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CD-Review

Primal

Artikel veröffentlicht am 23.12.2012 | 1325 mal gelesen

Die Schweiz hat schon einige namhafte Bands hervorgebracht, man denke nur an solche Künstler wie SAMAEL oder CELTIC FROST. Das dieser kleine Alpenstaat auch in Sachen Groove Death Metal mitreden kann, zeigen ARKHAN mit ihrem neusten Streich “Primal“, welcher nicht selten an so manche französische Combo erinnert.

Dabei vermischen ARKHAN auf “Primal“ jede Menge Einflüsse zu einem durchaus schmackhaften Gesamtwerk. Hier eine Priese GOJIRA, dazu eine kleine Nuance SIX FEET UNDER mit einer Messerspitze BENIGHTED und letztendlich ein bisschen BLOODBATH als abrundende Würze. So ungefähr könnte man sich den Sound der Schweizer grob vorstellen, auch wenn hier bei Weitem nicht alles abgedeckt wird, was die Musiker in den vorliegenden acht Kompositionen vereinen. Trotz all dieser unterschiedlicher Einflüsse haben ARKHAN ihren eigenen Sound gefunden und toben sich in dieser selbst geschaffenen Spielwiese voll aus. Hier gibt es nackenbrechende Riffs und Breakdowns wie am Fließband, ohne eine gewisse Melodieführung vermissen zu lassen. Auch wenn meist im Midtempo agiert wird, so lockern die Schweizer dies immer wieder durch schnellere Passagen auf.

Allerdings liegt auch hier der sprichwörtliche Hund begraben. Auf Dauer wirkt “Primal“ recht monoton und brettert ohne große Kompromisse über einen hinweg. Nur selten stellt sich so etwas wie Abwechslung ein, denn die Musiker verlassen nur sehr selten das von ihnen abgesteckte Metier. “Martyrs“ beispielsweise groovt wie ein Monstertruck und besticht nicht nur mit spielerischer Qualität, sondern auch mit gelungenen Songwriting. Leider wird diese Qualität nicht durchgehend gehalten und so findet sich auf “Primal“ bedauerlicherweise auch der ein oder andere Durchhänger wieder, namentlich “Fragile Equilibrium“ und “Atomic Supermen“.

Letztendlich bleiben ARKHAN als ambitionierte Band in Erinnerung, welche durchaus zu Überzeugen weiß, auch wenn dies nicht auf ganzer Linie geschieht. Ein wenig mehr Variation im Songwriting hätte “Primal“ nicht geschadet. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Groove-Death-Fans sollten den Schweizern trotzdem eine Chance geben.


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