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CD-Review

Encased

Artikel veröffentlicht am 23.05.2012 | 1207 mal gelesen

Ein flüchtiger Blick auf die – Achtung, Euphemismus – lieblose Aufmachung des vorliegenden Debüts der Finnen-Deather ATRETIC INTESTINE und furchtbar abgenudelte Liedtitel wie "Cannibal Breed" oder "Cuntgrinder" sollten diese Rezension eigentlich überflüssig machen. Jeder halbwegs zurechnungsfähige Mensch realisiert nämlich umgehend, dass ihn auf "Encased" eigentlich nur uninspirierter Bodensatz erwarten kann.

Und der Schein trügt nicht: Versprüht das rasante "Foreskin Mask" zur Begrüßung gar noch einen Funken Esprit, kommt danach nicht mehr viel. Emotionsloser, nicht akzentuierter gutturaler Gesang, zumeist nichtssagende Riffs und Grooves, die – trotz druckvoller Produktion und oft prädestiniert gedrosseltem Tempo zwischen den 08/15-Blast-Passagen – nur vereinzelt bis zu den Temporallappen durchdringen können. Wo bitte sind "Death, Gore & Sickness", die das übliche Promo-Geschwurbel vollmundig verspricht? Hier gibt es weder Feuer, noch Charisma, einfach keinerlei Reize. Das Ganze möchte sich als technisch-brutaler Death Metal verstanden wissen, nimmt jedoch lediglich die demente Rentner-Version von CANNIBAL CORPSE auf Schlaftabletten vorweg und ist der Beweis, dass es tatsächlich noch blutärmer als auf "Torture", dem neuesten Werk der Amis, geht.

Man stelle sich vor, nach einem Bänderriss mit geschwollenem Knöchel eine ganze Woche lang bei bestem Frühsommer-Wetter zuhause liegen zu müssen – ohne Bücher, Rechner, Fernseher, Telefon oder sonstigen Kontakt zur Außenwelt, nur die bereits zerwühlte Tageszeitung von vorgestern fliegt noch irgendwo herum. Ein Zustand, in dem sich die grässliche Langeweile bald mit latenter Wut paaren würde und in dem man wahrscheinlich sogar die sonntägliche Kaffeefahrt mit Oma Erna als großes Ereignis freudestrahlend begrüßen würde. Einen ganz ähnlichen Zustand ruft auch "Encased" hervor. Macht knappe drei Zählerchen für die dröge, abgenutzte Mucke; an einem weniger sonnigen Tag wäre für das völlig seelenlose Drumherum noch einer draufgegangen.


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