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CD-Review

From Forgotten Worlds

Artikel veröffentlicht am 19.01.2013 | 2310 mal gelesen

Dass sich der harte Metal mit technischer Kante in Kanada immer mehr breit macht, dürfte jedem Szeneliebhaber langsam aber sicher bekannt sein. Auch AUROCH, die sich einst dem Thrash verschrieben hatten, haben ihren Sound zum Technical Death Metal hin modifiziert. Sie schmeißen nach mehreren Demos und vier Jahre nach Gründung der Band nun ihr erstes Album in die Runde. "From Forgotten Worlds" lautet der Titel und tatsächlich wissen die Jungs mit ein paar Feinheiten zu überzeugen. Ein paar Kritikpunkte gibt es auch aber das wollen wir in den kommenden Zeilen kurz auseinanderpflücken.

Zunächst einmal sollte folgendes deutlich gesagt werden: Wer ein weiteres steriles Prügelalbum ohne Seele vermutet, bekommt sofort eine glatte Sechs und darf sich wieder setzen! Mitnichten reihen sich AUROCH in die mittlerweile fast schon unendlich lange Liste an gleich klingenden Plastik-Bands ein, sondern bleiben der Old-School-Machart treu. "From Forgotten Worlds" klingt organisch produziert, echt und wenn mich meine Lauschlappen nicht komplett täuschen, möchte ich sogar fast annehmen, dass die Scheibe komplett live eingespielt worden ist. Warum? Weil die Drums manchmal leicht schwanken, was ich aber weder als unangenehm noch als stümperhaft empfinde. Die Musik klingt irgendwie live und echt, halt so, wie echte Menschen spielen. Sympathisch, besonders für die alten Hasen unter den Sound-Fetischisten. Die Produktion ist weit weg davon, klinisch zu sein und erinnert mich persönlich an die frühen 90er Jahre des Death Metals.

Ein Schwachpunkt ist der etwas lasch ausgesteuerte Gesang. Würde er etwas mehr Klangdichte besitzen, kämen Grunzerei und Kreischorgie sicher satter rüber. Die Läufe und Riffs sind auch eher als handelsübliche Kost zu verzeichnen, selbst wenn sie schön ans Kinn gehen. Außerordentliches gibt es bei den Stücken jedenfalls nicht zu vermelden, sondern vielmehr Solides und Bekanntes. Wer es also nicht außerhalb der Reihe braucht, darf sich von "From Forgotten Worlds" gerne berammeln lassen. Highspeed und Abwechslung gibt es auf jeden Fall genug. Traut euch und lasst euch nicht von der Produktion täuschen.


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