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CD-Review

Unification

Artikel veröffentlicht am 29.01.2013 | 1147 mal gelesen

"Unification" heißt das zweite Album von BURN THESE BONES, das Solo-Projekt von Joel de Blois aus Wiesbaden, dem ehemaligen Drummer von LOSS OF RESISTANCE. Das erste Album „A Resurrection From The Ruins“ erschien 2011 mit Hilfe einiger Freude und Familie in den Bereichen Vocals, Solo Gitarre und Lyrics mit dem Ziel - "to get the listener to f*“%ing move!!" - welches sich auch auf der "Unification" nicht geändert hat.

Ja, es gibt noch Menschen auf der Welt, die sich mit einem Intro Mühe geben. Schön sphärisch, düster, theatralisch wird auf das Album eingestimmt und anschließend mit Track 2, "Northern Lights" gleich mal richtig derb losgelegt. Hier wird klar gemacht, was den Hörer stilistisch auf der "Unification" erwartet: Eine Mischung aus Melodic Death Metal und Metalcore Einflüssen, die ganz gut vorwärts geht und sehr melodisch gehalten ist. Die Scheibe ist größtenteils rein instrumentalisch gestaltet, was sie zwar einerseits aus der Masse hervorhebt, andererseits würde der ein oder andere Vocal dem Ganzen an mancher Stelle eben doch das i-Tüpfelchen aufsetzen. Das Beste Beispiel hierfür ist "Sanctus": Der Song ist gut durchkonzipiert mit schönen Tempowechseln, die kurzen Textpassagen lassen kurz aufhorchen und schüren die Erwartung auf mehr - aber lassen den Hörer dann doch allein zurück.

Mit jedem Mal hören wird auf der Genre-Seite deutlich, dass die Mischung wirklich eine sehr dynamische ist. In einigen Parts wird ziemlich hart Tempo angelegt, die sich aber rechtzeitig wieder mit krachenden Metalcore-Riffs abwechseln, als Tipp sei hier "Monstrosities" genannt. Schlagseite ist also eher moderner als klassischer Death Metal und bei allem Gehämmer tritt unterschwellig auch ab und an etwas Doom durch, was die Sache interessant macht.

Fazit: Rein musikalisch-handwerklich gesehen kann sich BURN THESE BONES durchaus sehen lassen. Doch leider schafft es de Blois meiner Meinung nach nicht, so viel Sphäre und Druck in das Gesamtbild zu bringen, dass die Songs wirklich ohne Vocals stehen können. Bei aufmerksamem Zuhören treten die Feinheiten der einzelnen Tracks zwar hervor, wirklich markante Eigenheiten und Abgrenzungen fehlen jedoch, die man mit dem ein oder anderen Text vielleicht setzen könnte. Eingängig sind die Songs trotzdem - man kann nun also einerseits behaupten, es handle sich hier um ein ineinander fließendes Gesamtprojekt - oder dass der ein oder andere Kracher fehlt - hier bleibt die Freiheit der Interpretation.


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