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Chapel Of Disease - Death Evoked

Chapel Of Disease

"Death Evoked"
Tape-Review, 1770 mal gelesen, 30.03.2012 Wertung 07/10

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CD-Review

Summoning Black Gods

Artikel veröffentlicht am 28.12.2012 | 2481 mal gelesen

Anfang des Jahres lieferten die Kölner mit ihrem Demo "Death Evoked" schon einen beeindruckenden Einstand ab. In dessen Genuss kamen allerdings nur vergleichsweise wenige Leute, denn das Tape war auf 166 Stück limitiert. Aber keine Sorge, alle vier Songs der Demo fanden ihren Weg auch auf das erste Full-Length-Album von CHAPEL OF DISEASE. Das heißt allerdings auf der anderen Seite, dass "Summoning Black Gods" gerade einmal vier neue Songs parat hält.

Über diesen Zwiespalt darf sich ein jeder Käufer des Demos Gedanken machen, denn ohne Zweifel sind die Domstädter einer, wenn nicht sogar der, stärkste Newcomer im Death Metal aus Deutschland. Roh, räudig, voller Leidenschaft verdienen sich CHAPEL OF DISEASE in jeder Minute allerhand Lob. Egal ob sie flott unterwegs sind oder im Midtempo grooven, das Niveau wird souverän hoch gehalten. Ruhig Übergänge, hier und da aufkeimende Leads, ein Hang zu Soli sowie nachhaltig wirkende, starke Riffs hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Die dezenten Thrash-Referenzen bei der Gitarrenarbeit verstärken den Old-School-Flair von "Summoning Black Gods" obendrein noch. Auch die heiseren, mit ordentlich Hall unterlegten Vocals passen ideal ins Gesamtbild. Zwar wirkende die Kölner wie wandelnde Leichen, aus einer Zeit, als Death Metal noch in den Kinderschuhen steckte, und doch wirken die acht Songs frisch und unverbraucht. Wer Innovation möchte, ist hier selbstverständlich an der falschen Adresse. Aber die geschickte Variation des Tempos, die gezielt platzierten Breaks sowie ein Händchen für richtig gute Songs lassen auch keinen Raum dafür, sich etwas Genreübergreifendes herbei zu wünschen.

Wer noch nach einem Highlight zum Jahresabschluss sucht, sollte mit "Summoning Black Gods" vollends zufrieden gestellt sein. CHAPEL OF DISEASE haben mit ihrem Debüt locker bewiesen, dass sie allen Vorschusslorbeeren gerecht werden, und die Zeitlosigkeit von erstklassigem Death Metal nur unterstrichen. Höchst erfreulich!


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