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Cremation (CH)
Interview zu "Rise Of The Phoenix"
752 mal gelesen, 14.03.2013

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CD-Review

Rise Of The Phoenix

Artikel veröffentlicht am 19.02.2013 | 1350 mal gelesen

CREMATION ist eine weitere Band, die bereits seit nun mehr 20 Jahren auf dem Bildschirm einiger Undergroundkenner herumschwirrt, jetzt aber erst zum dritten vollwertigen Rundumschlag ausholt. Nach gut zehn Jahren Abstinenz seit dem letzten Album “Grotesque Humanity“ aus dem Jahr 2002, hätte der Fünfer lediglich noch aus Schweden kommen müssen und der Stein im Brett wäre bei vielen aktuellen Hörern schon mal gesichert gewesen. Letztlich kommen die Jungs aber eben aus der Schweiz, klingen auch keineswegs schwedisch und werden sicherlich einigen Fans der charakteristischen Skandinavierwalze ein wenig zu anstrengend sein.

Am ehesten lassen sich CREMATION im amerikanischen Sektor gehobenen technischen Anspruchs einordnen – am besten mit Verweis auf Truppen wie SUFFOCATION oder IMMOLATION. “Rise Of The Phoenix“ wird nicht wie der Phönix aus der Asche zünden, sondern mit seinen zumeist vergleichsweise überlangen Kompositionen fürs Erste überaus fordernd und kompliziert wirken. Viele Breaks, technische Auf- und Abfahren sowie das weitgehend monotone Geraune von Sänger Spiga machen den Output unserer südlichen Nachbarn nicht verdaulicher. Die Würze auf dem Gericht bildet schließlich die Zeit, denn mehrere Durchläufe wirken hier Wunder.

Erst dann setzen sich die variablen Bausteine zu durchdachten, überaus interessant zusammengesetzten Songs zusammen, die durchaus einen entsprechenden Spaßfaktor mitbringen. Auch wenn CREMATION hier in Eigenregie produzierten, macht das Soundgewand auf “Rise Of The Phoenix“ einen stabilen Eindruck und drückt ordentlich, wobei gleichsam auch die vielfältigen Details herauszuhören sind. Im Laufe der Platte bauen die Schweizer auch weitere Stimmungen ein, arbeiten zwischenzeitlich mit mehr Groove oder klingen in einzelnen Passagen etwas konformer und ein wenig simplifiziert, bevor wieder die strukturelle Komplexität Einzug erhält.

Der Drahtseilakt zwischen Technik und deftigem Gewuchte, das einem das Schild aus der Kappe schmettert, funktioniert im Grunde prächtig, obwohl er manchmal nicht immer so locker flockig auf der Hand liegt und erstmal mehr oder minder ausgegraben werden muss. Ist dies hingegen irgendwann gelungen, dann ist “Rise Of The Phoenix“ ein wahrhaftig gutes Prügelbrett.


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