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CD-Review

Invasion

Artikel veröffentlicht am 03.04.2012 | 1836 mal gelesen

"Death Metal und Keyboards" fragt das Info der Jungs aus dem Ruhrpott. Früher hätte das sicher bei mir mehr Kopfschütteln als heute verursacht, aber die Provokation ist hier zum Glück keine mehr.

War ich nach dem ersten Durchlauf etwas enttäuscht, wächst "Invasion" definitiv mit der Zeit zu einem kleinen Juwel heran, das sich noch öfter in meinen Ohren verlieren wird: Hier stimmt sehr viel und da wir hier über eine Eigenproduktion reden, die so manche Labelveröffentlichung mächtig alt aussehen lässt, gibt es eh gleich mal einen Sympathiepunkt oben drauf! Zunächst die Produktion: schön fetter Sound, der aber auch differenziert genug ist, um Feinheiten nicht zu ersticken (ach, mal wieder: Dan Swäno hat gemastert, und der kann es eben einfach).

Die Songs an sich wirken zunächst vor allem brachial, entfalten nach mehrmaligem Hören aber wie bereits erwähnt eine gewisse Wirkung, dabei sind sie vor allem abwechslungsreich, was ja leider nicht immer selbstverständlich ist, auch wenn DESPISE & CONQUER ihr bestes Pulver mit "Invasion“ und "Casting Skin“ gleich zu Beginn verböllern. Das Können der Musiker steht hier außer Zweifel: Es sind zwar keine Virtuosen am Werk, aber das braucht der starke Death/Thrash auch nicht. Ganz besonders gefällt mir das Organ von Sänger Udo Erwig, was schön dreckig ist und trotzdem nicht wie ein kaputter Staubsauger klingt.

Klingt nach Abfeiern? Ja, doch, ich mag die Scheibe, eins muss ich dann aber doch bekritteln: den Keyboardeinsatz finde ich bisweilen etwas fade, meist kommt er nur zwischen den Songs gut raus, ist aber an sich nicht zwingend eingesetzt, das klingt zum Beispiel bei DESTINITY besser integriert. Letztlich ist das aber nur ein kleiner Schönheitsfehler bei einer Platte, bei der man sich schon fragt, warum die Band das ohne Label stemmen muss, angesichts des Mülls, der oft und gerne auf den Markt geworfen wird...


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