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CD-Review

Filth Of Our Blood

Artikel veröffentlicht am 28.05.2012 | 760 mal gelesen

Es ist nicht gerade so, dass im Bereich des modernen Death Metal ein Unterangebot besteht, und gerade für diejenigen Rock- und Metalfans, für die das zeitgemäße Geknüppel nur ein Teil ihres Musikalltags ist, wird es mitunter recht unübersichtlich, welche Bands num zur Spreu und welche zum Weizen gehören. Die bekanntesten Seelenverwandten der Polen DUST 'N BRUSH heißen THE BLACK DAHLIA MURDER, ALL SHALL PERISH oder JOB FOR A COWBOY, was die stilistische Ausrichtung schon ziemlich auf den Punkt bringt. "Filth Of Our Blood" ist eine halbe Stunde räudiges Gewüte, im Gesangsbereich dank des Kreisch-Growl-Röchel-Organs des Sängers so abwechslungsreich, wie es in diesem Bereich nur möglich ist. Die Gitarren muten ziemlich skandinavisch an und wildern am ehesten im Melodic Death, die Band versucht sich an erhabener Epicness, macht dabei auch eine ganz gute Figur, auch wenn es dem Songmaterial letztlich dann doch (wie so oft) an kompositorischen Highlights mangelt.

Hin und wieder streuen DUST 'N' BRUSH ein paar atmosphärische Keyboard-Parts ein, was besonders bei "Daily Murders" ganz gut funktioniert. Was Fans oben genannter Bands zumindest teilweise stören dürfte, ist der komplette Mangel an Gitarrensoli, die gerade im moderneren Extrem-Metal-Bereich schon seit Längerem zum guten Ton gehören. Das Alleinstellungsmerkmal, das talentierte Bands von wirklichen Ausnahmekönnern unterscheidet, fehlt auch hier, und somit ist "Filth Of Our Blood" ein eher durchschnittliches Werk, das außer wirklichen Die-Hards kaum jemanden zu Begeisterungsstürmen verleiten lässt. Zu den aufregenden jungen Bands, die man gehört haben sollte, zählen DUST 'N' BRUSH also mal eher nicht.

 


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