Bitte loggen Sie sich ein um einen Kommentar verfassen zu können.

Amazon-Empfehlung
Metal.de auf Facebook
Ähnliche Artikel
Single news

Morgoth

Im Herbst dieses Jahres kommen die nordrhein-westfälischen Death-Metal-Urgesteine MORGOTH als...
Nehmen neues Album auf! news

Deserted Fear

DESERTED FEAR haben 2012 mit "My Empire" ihr Albumdebüt gegeben und sind zur Zeit damit...
feiern das 10-jährige Jubiläum des wegweisenden news

Orphaned Land

Mit seiner nicht nur stilistische Grenzen überschreitenden Band ORPHANED LAND hat Sänger Kobi...
CD-Review

Split Album 1991

Artikel veröffentlicht am 19.02.2013 | 1244 mal gelesen

1991 wurde es aufgenommen, doch aufgrund einiger Verzögerungen erst 1992 veröffentlicht - danach war es fast sofort Out of Print und gerne gesucht, glaubt man der Presseinfo zu diesem Re-Release, ging das gute Stück schon für über hundert Euro auf Ebay weg: dieses frühe Splitwerk der beiden Bands ETERNAL SOLSTICE und MOURNING. Beide Bands sind frühe niederländische Death-Metal-Pioniere, ETERNAL SOLSTICE gibt es bis heute, MOURNING benannten sich 1997 in ROUWEN um ... und nun schicken sich Vic Records an, die Split (damals unter dem Titel "At The Dawn Of..." veröffentlicht) neuaufzulegen.

Remastered wurde nicht, auch nichts neu eingespielt oder an den Reglern gedreht - zumindest nicht, dass es hörbar wäre. Die Split lässt sich klanglich einwandfrei in die frühen Neunziger einordnen, klingt dafür aber doch ordentlich: nicht verwaschen, aber auch nicht zu sauber - eben nach einer guten, bodenständigen, harten Death-Metal-Produktion von vor 20 Jahren. Ein authentisches Zeitdokument also, und als solches darf man dieses Re-Release durchaus schätzen.

Und musikalisch?
Nun: Beide Bands hatten sich damals dem relativ klassischen Death Metal verschrieben, ETERNAL SOLSTICE gehen dabei tendenziell Stockholm-lastig und eher doomig (die Landsmänner ASPHYX lassen grüßen!) vor als zu schnell. MOURNING hingegen starten ihren Teil der Split erstmal mit einem Saxophon und lassen aufhorchen, so mitten auf der Death-Metal-Platte, gehen dann aber doch recht schnell dazu über, zu holzen. Obschon beide Bands definitiv tief, tief im Death Metal der damaligen Zeit verwurzelt sind, gehen MOURNING meines Erachtens ein kleines bisschen filigraner zur Sache, setzen vermehrt auf Soli und die Leadgitarre und bringen dadurch, dass sie die Bremse auch mal komplett anziehen und so den einen oder anderen "reinen" (Death-)Doom-Part dabeihaben, etwas mehr Dynamik in die Sache.

Insofern machen beide Bands keine großen Sprünge, wissen aber dennoch durchaus zu gefallen, gerade als Zeitdokument ist diese Split dabei spannend. 6/10 gibt's für ETERNAL SOLSTICE, 7/10 für MOURNING, ein kleiner Sympathiebonus für das Re-Release eines solchen Werkes sorgt für's Aufrunden - muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er sowas anno 2013 noch braucht, aber ich find's cool.


Kommentare




Noch 1000 Zeichen verfügbar





neuen Code erzeugen
Bitte gib den Bestätigungs-
code ein um den Kommentar
zu bestätigen: