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Split

Artikel veröffentlicht am 24.01.2012 | 1271 mal gelesen

Auch in Frankreich pflegt man Traditionen. Deshalb haben sich die Brutal Death/Grind-Formationen GENITAL GRINDER und COMO MUERTOS zusammen getan, um eine gemeinsame Split-Platte zu veröffentlichen, wie sich das in diesem Sektor eben gehört.

Den Anfang machen GENITAL GRINDER, die mittlerweile kein unbeschriebenes Blatt mehr sind. Immerhin existiert die Formation bereits seit 1997. Wer sie dennoch nicht kennt, hat also jetzt mit dieser Split die Gelegenheit sich einen Eindruck zu verschaffen. Die vier Tracks gehen alle schön nach vorne, wirken aber trotz der zahlreichen eingestreuten Blast Beats nicht konfus oder zerfahren. Die immer wieder aufblitzenden Groove-Passagen laden zum Abgehen ein und tragen zur Eingängigkeit der Songs bei. Gemetzel zum Abgehen und gemäßigtere Parts halten sich die Waage und bilden eine angenehme Mischung. Die langjährige Erfahrung ist dem Quartett durchaus anzumerken, denn auch technisch ist hier alles vom feinsten. Nach vier Tracks ist der Spuk allerdings leider schon wieder vorbei und das Zepter wird abgegeben.

COMO MUERTOS, die noch junge französische Band mit spanischem Sänger übernimmt gerne. Sofort merkt man, dass hier eine andere Kapelle agiert. Es geht etwas schneller zu, wilde Blasts sind plötzlich vorherrschend, alles wirkt etwas wilder und ungezügelter. Auch sind die Grind-Anteile dominanter. Sehr angenehm ist auch, dass den Gitarristen etwas Platz für Gitarrensolos gewährt wird. Das lockert die Chose etwas auf und bietet die nötige Abwechslung. So macht das Spaß! Doch auch COMO MUERTOS bieten nur vier Tracks an, und so kann diese Veröffentlichung leider nur als eine Kostprobe verstanden werden. Leider, weil hier wirklich Qualität geboten wird und eine etwas längere Spielzeit nicht geschadet hätte.

Wer also interessiert ist und auf abwechslungsreichen Death/Grind steht, liegt hier genau richtig. Beide Kapellen wirken äußerst frisch und lebendig, und machen kaum etwas falsch. Aufgrund der kurzen Gesamtspielzeit verzichte ich allerdings auf die Vergabe einer Punktewertung.


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