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11.09.2012

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06.09.2012

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CD-Review

One With The Dead

Artikel veröffentlicht am 10.11.2009 | 2027 mal gelesen Nach ihrem Debütdemo “Into The Mausoleum“, der ebenso betitelten EP und zwei Split-CDs, auf denen die Jungs aus Barcelona zusammen mit den Amis von TERRORIST sowie mit DEATHEVOKATION gelärmt haben, liegt nun das erste Langeisen der Formation GRAVEYARD vor. Wer mit dem Backkatalog der Katalanen einigermaßen vertraut ist, wird wissen, was auf ihn zukommt. Bei eben jener Gruppe wird es auch nicht unbedingt für Erstaunen sorgen, dass auf “One With The Dead“ in erster Linie Death Metal der ganz alten Schule zu vernehmen ist.

Im Vergleich zu ihren Vorgängerwerken fällt jedoch auf, dass die Thrash-Metal-Anteile reduziert wurden. Hinsichtlich der grundsätzlichen Ausrichtung scheint sich das Quartett aber noch immer ganz klar gen Norden zu orientieren. Will sagen, GRAVEYARD beziehen ihre Inspirationen noch immer zumeist vom dortigen Todesmörtel in klassisch-traditioneller Ausführung, zu der vor allem die Stockholm-Abteilung Pate gestanden hat. Dazu kredenzt der Vierer jede Menge an weiteren, nicht minder altbewährten Zutaten, die von CELTIC FROST über SODOM bis hin zu VENOM reichen. Durch die satte Produktion von Dan Swanö kommt man zwar des Öfteren ins Grübeln, ob sich hier nicht etwa ein paar schwedische Spitzbuben den Spaß erlaubt haben, sich als Iberer auszugeben, doch dem Metaller von Welt ist es ohnehin völlig egal, woher eine Band stammt. Hauptsache ist und bleibt der Umstand, dass die Mucke stimmt, und das ist auf “One With The Dead“ definitiv der Fall, auch wenn das Rad nicht neu erfunden werden konnte.

Zusätzlich an Reiz gewinnt das Album durch vereinzelte Doom-Versatzstücke, die auch für Abwechslung sorgen. Gerade dafür scheinen GRAVEYARD ein Faible zu besitzen, wie sie mit ihrer überraschenden, stilistisch deutlich aus dem Rahmen fallenden Coverversion unter Beweis stellen. Das Finale markiert der CANDLEMASS-Klassiker “A Tale Of Creation“, der uns in imposanter Manier um die Ohren geballert wird. Dabei lassen uns die Burschen wissen, dass sie nicht nur amtlich groovenden Todesmörtel zu kredenzen verstehen, sondern auch den Einsatz der musikalischen Handbremse gekonnt beherrschen. Als zusätzlicher Gewinn entpuppt sich dabei Sänger Julkarn. Der Knabe versteht es nämlich, keineswegs bloß den Grummel-Brummer zu geben, sondern ist darüber hinaus sehr wohl im Stande zu singen, und das sogar durchaus gut.

Dadurch muss er sich allerdings die Frage gefallen lassen, weshalb er das nicht viel öfter tut. Einen weiteren Gewinn für GRAVEYARD würde abwechslungsreicherer Gesang in jedem Fall darstellen. Man darf also gespannt sein, in welche Richtung sich GRAVEYARD entwickeln werden.
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