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CD-Review

Spellbook

Artikel veröffentlicht am 25.12.2012 | 1232 mal gelesen

Generell stehe ich Ein-Mann-Projekten ein wenig skeptisch gegenüber, da mir in der Vergangenheit zu häufig nicht gerade erquickendes Material von "Alleinunterhaltern“ untergekommen ist. Doch auch hier bestätigen die Ausnahmen die Regel, wobei eine davon aus dem fernen Kanada stammt und auf den Namen HAIDUK getauft wurde.

Der Fußball-affine Metaller von Welt wird selbstverständlich (und trotz der Schreibweise) eventuell ein markiges "Split“ anhängen, wobei ich mich sogar durchaus vorstellen könnte, dass die Wurzeln des hinter diesem Projekt stehenden Protagonisten Luka Milojica tatsächlich kroatische sind.

Aber egal, Tatsache ist, dass der Kerl auf seinem Debütalbum ein mächtiges Death Metal-Brett anzubieten hat, für welches er nicht nur die Tracks komponiert hat, sondern auch für Bass, Gitarren und Gesang im Alleingang verantwortlich zeichnete. In eher ungemütlicher Düsternis geht es auf "Spellbook“ zumeist amtlich todesbleiern zur Sache, wobei man phasenweise deftige Thrash-Anleihen ebenso vernehmen kann, wie auch eine mehr als dezente Schwarz-Legierung bemerkbar ist.

An Inspirationen lassen sich rein musikalischer Natur in erster Linie wohl DEATH, sowie andere technisch anspruchsvolle Todemörtel-Ikonen von MORBID ANGEL bis zu den frühen PESTILENCE erkennen, wo hingegen man auf Grund der Atmosphäre auch einen Einfluss von DISSECTION ausmachen kann. Zudem sei erwähnt, dass bei so manchem Riff wohl das Duo King/ Hannemann freundlich grinsend um die Ecke lugt, da sich Luka einige Male auch an deren Frühwerk bedient.

In den zehn "Kapitel“ beschäftigt sich "Spellbook" mit dem immerwährenden Kampf zwischen Gut und Böse – ein zwar nicht gerade neuer oder innovativer Themenkreis für Death Metal, dafür aber bewegt sich HAIDUK mit gefestigten Schritten und fokussierter Linie auf einer sehr geschätzten, weil immer noch gepflegten "Spielwiese“, die für derlei Sounds eben perfekt ist.

Zwar lässt sich der Drumcomputer sehr wohl bemängeln, da dieser jeglichen Anteil des Faktors "Groove“ ausklammert, auf Grund der durchwegs mächtig umgesetzten Atmosphäre und der Spieltechnik des Kanadiers „Spellbook“ weiß aber dennoch zu gefallen.


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