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CD-Review

Aura Damage

Artikel veröffentlicht am 24.11.2012 | 2244 mal gelesen

Wer möchte kompromisslosen Death Metal, mit schön viel Blast-Gebretter und unkompliziertem Gitarrengeraspel? Old-School-Produktion (d.h. mit "echtem" Schlagzeug-Sound und ohne sterilen Plastikmist), teuflischen Doppelgesängen, ungestümem und rüpelhaftem Songwriting sowie auflockernden Meldoylines? OK, dann schiebt euch ganz fix HELL UNITED aus Polen in den Kragen und ihr werdet super bedient. "Aura Damage" ist nach "HornoKracy" aus dem Jahre 2008 das zweite Album der Truppe, die die Fahne der alten Schule gnadenlos hoch hält.

Spannenderweise sind es die (aus der heutigen, modernen Sicht) "Defizite" des Albums, die ich so sympathisch finde. Ich habe keine Informationen über die Hintergründe der Aufnahmen, aber ich würde fast behaupten, dass die Songs nicht mit Click-Track aufgenommen wurden, denn dazu gibt es manchmal, wenn auch nur kleine, Timing-Schwankungen des Drummers zu vermerken. Allerdings nicht so schlimm, dass man dazu neigt, sofort auszumachen, sondern eher den Schweiß der körperlichen betätigung riecht und den musikalischen Druck spürt, weil man hört, wie er sich beim blasten auspowert. Ich find's authentisch und nein, mich stört es nicht. Es ist jetzt auch nicht sooo schlimm, dass man sich darüber ausgiebig auslassen sollte, ich wollt's halt nur angemerkt haben.

Das Riffing erinnert ab und an ziemlich an MORBID ANGEL zu ihren besseren Zeiten (beim Gedanken an deren letztes Gruselalbum gehen mir jetzt noch die Nackenhaare hoch) oder überhaupt an die frühe U.S.-Generation an Knüppelbands, IMMOLATION, INCANTATION und sowas. Doch sind es Polen und, wer mag es glauben, keine VADER-Klone.

So, das Album taugt also und natürlich, man kann besser klagen, aber das, was uns HELL UNITED hier auf "Aura Damage" bieten, ist hörenswert und eine nette Untermalung für all jene, die ein paar Hummeln zuviel im Korpus Kackus haben. Deshalb: Reinziehen, wohlfühlen.


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