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CD-Review

Dusk | Subside

Artikel veröffentlicht am 20.04.2012 | 1415 mal gelesen

Kennt noch jemand diSEMBOWELMENT? Ich weiß, die Truppe besitzt bei vielen Hörern mittlerweile Kultstatus, ich bekenne mich jedoch zu denen, die behaupten, dass hier deutlich überbewertet wird. INVERLOCH aus Australien (wer hätte das gedacht?) bestehen zu 2/4 aus eben den "legendären" diSEMBOWELMENT und sehen ihre musikalische Vorstellung auch darin, den Sound genannter Band weiterzuspinnen. Soweit so gut.

Mit ihrer ersten EP "Dusk | Subside" knüpfen INVERLOCH auch tatsächlich dort an, wo diSEMBOWELMENT aufgehört haben. Glücklicherweise mit viel besserem Sound und auch mit mehr Tiefe und Schwärze. Zwar gelingt es INVERLOCH nicht, eine derart morbide Stimmung aufzubauen, wie es zum Beispiel bei den (aus meiner Sicht) Genregöttern ESOTERIC der Fall ist, aber sie kommen dem schon recht nahe. Eine Mischung aus Funeral Doom Metal und schleppendem Death Metal ist der Mittelpunkt dieser EP und die Australier beherrschen dieses Metier (immer noch) sehr gut.

Mit "Within Frozen Beauty", "The Menin Road" und "Shadows Of The Flame" gibt es drei Stücke mit rund sechs, sieben und neun Minuten Länge zu hören. Bei Letzterem bolzen sich INVERLOCH auch schön im Blasttempo durchs Gebälk und wirken dabei gruselig und (im positiven Sinne) psychotisch schräg. Diese EP ist es auf jeden Fall wert, dass sich Freunde dunkelster Doom- und Death-Traditionen damit befassen. Musikalische Zauberkünste gibt es nicht zu hören und auch keine Aha-Erlebnisse, dafür aber abgrundtiefe Schwärze und viel Old-School-Gefühl. Lohnt sich!


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