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CD-Review

Chaos Order Balance

Artikel veröffentlicht am 11.08.2012 | 1463 mal gelesen

Heavy & Groovy – das scheint bei unseren niederländischen Freunden immer gut zu gehen. Man denke da an Köstlichkeiten wie die mächtigen Asphyx, God Dethroned (RIP), Hail of Bullets – ja selbst die Grindköpfe Rompeprop spielen „groovy Grind“. Was nun genau Groove ist, darüber sollen sich mal die Musikwissenschaftler streiten. Im Falle von INVOLVED heißt es schlicht – eingängige Heavyness. Und wie! Die Truppe setzt sich aus (ehemaligen) Mitgliedern von so unterschiedlichen Truppen wie After Forever (keine Sorge, Jeep Beckers kann seine Sticks auch richtig agro schwingen), Engine Of Pain, Desensitised, Defcon One und noch einigen anderen (genug des Namedroppings). Ihr neues Schlachtschiff segelt unter der Flagge von melodischen Death Metal mit einem deutlichen Hang zum modernen Thrash. Das mag sich ausgelutscht anhören, ist es aber nicht. Denn „Chaos Order Balance“ ist eines dieser Alben, bei denen man keinerlei Erwartungen hat, am Ende des ersten Durchlaufs aber mit einem zufriedenen Grinsen vor den Boxen sitzt. Als hätten die Jungs nie etwas anderes gespielt, als diese feine, druckvolle und eingängige Mischung.

Obwohl die Band betont, dass sie sehr offen ans Komponieren gegangen sind (und ja – Klischees werden kaum bedient), wirkt der Output sehr homogen und stimmig. Bei diesem Debüt sucht man nicht nach dem eigenen Stil – der scheint intuitiv gefunden zu sein. Und gerade deswegen macht das Hören auch so viel Spaß. Da gibt es Amon Amartsche Leitmelodien zum Versinken (‚Order’), treibende Lamb Of God  Groovemonster (da ist es schon wieder) (‚End Of Days’), oder Ruheinseln, wie das gelungene Instrumental ‚Balance’. Der große Trumpf von INVOLVED ist die „Massentauglichkeit“ ihres Materials. Und das ist durchaus ein Kompliment, denn nur wer gut komponieren kann, schreibt auch brutale Songs, die nicht nur das Extrempublikum begeistern können. Soundtechnisch und Handwerklich ist hier ebenfalls alles in bester Ordnung (mal wieder ein Beweis, dass man in Eigenregie tolle Ergebnisse erzielen kann). Leider fehlen hier die richtig großen Songs, die sich etwas vom Rest abheben – so kann man „nur“ von einem sehr gelungenen Gesamtergebnis reden. Auf der Bühne mag das eine oder andere Stück seine Wirkung jedoch erst richtig entfalten. Wir werden sehen. Die Jungs haben jedenfalls Bock und Spass dabei. Selbst Steven Seagal findet sie knorke.  Guckst du!


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