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Starving Death

Artikel veröffentlicht am 19.10.2012 | 2297 mal gelesen

Mitunter kann es wirklich erschöpfend sein, sich für solche ewiggleichen, ausdrucksarmen Epigonen-Scheiben wie die vorliegende etwas aus den Fingern zu saugen und dabei das Gefühl nicht loszuwerden, eben das bei anderer Gelegenheit schon einmal gesagt zu haben. Alles wäre eigentlich in einem einzigen Satz abgehandelt – wenn man diese Veröffentlichungen denn überhaupt für erwähnenswert erachtet.

Doch beißen wir uns durch: KAOTIK aus Quebec zocken auf ihrem Debüt "Starving Death" passablen Old School Death Metal mit deutlichen Reminiszenzen an alte DEATH, MORGOTH und AUTOPSY, ein paar obligatorische Geschwindigkeitsverschleppungen und sogar einige scheue Melodiebögen inklusive. Es ist klar, was das heißt: Die zehn Liedchen sind weder gut noch schlecht, sondern einfach so spannend, wie jene einer durchschnittlich talentierten und beseelten Band sein können, die meint, es würde noch irgendjemanden anmachen, wenn sie sich heutzutage vor zwanzig Jahren schon wesentlich packender Dargebotenes zusammenklaut und ohne Hinzugabe eigener Visionen wiederkaut.

Als ob sie sich dessen bewusst wären, versuchen die Frankokanadier die abgetakelte Chose durch gleich mehrere Gesangsgastspiele aufzupeppen: Beim eröffnenenden "War At The Door" sowie dem flotten "Bad Awakening" gibt sich Luc Lemay von den semi-legendären KAOTIK-Landsmännern GORGUTS die Ehre, Dan Swanö grunzt bei "Lobotomy" ein bisschen im Hintergrund umher. Das verleiht "Starving Death" zwar tatsächlich etwas mehr (Stimm-)Farbe, doch die offenkundige Absicht, hier ein mäßiges Scheibchen mittels Referenznennung aufzublasen, verbreitet einen unangenehm fauligen Geruch.

Wie eingangs vorweggenommen: Das Charisma der Vorreiter – oder besser gesagt: der bereits tausendfach Bestohlenen – besitzen die seit 2007 aktiven KAOTIK ebenso wenig, wie sie deren Urgewalt erreichen. Hier gibt es lediglich Death Metal von der Stange. Auch bezüglich des Potentials für künftige Veröffentlichungen sieht es mau aus, dazu lässt "Starving Death" mit seinen hausbackenen Kompositionen und dem wirklich faden Drumherum (Cover, Titel, Texte, ...) viel zu wenig kreative Kraft erkennen.


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melden harry (unregistriert) | 14.12.2012 | 15:30 Uhr

Die maue Kritik an diesem Album kann ich absolut nicht nachvollziehen. Die Songs wirken frisch, unverbraucht. Dazu eine Top-Produktion. Das alles für 6.99 Euro bei amazon. Zu empfehlen !!