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CD-Review

Menschenfresser

Artikel veröffentlicht am 09.08.2012 | 2407 mal gelesen

Bei einem Bandnamen wie MENSCHENFRESSER kann man davon ausgehen, dass einem wenig zimperliche Musik und Texte geboten werden. Sie nennen ihre Musik selbst ‚Horror Metal‘. Das ist zwar nicht neu, aber MENSCHENFRESSER treffen dabei den Nagel ziemlich genau auf den Kopf. Das hat morbides Flair? Aber sicher doch.

Neben diversen Streifen des (italienischen) Horrorkinos der Siebziger und Achtziger als Inspiration, dürften in musikalischer Hinsicht EISREGEN ebenso wie RAMMSTEIN (das rollende ‘R’) zu den Lieblingen von MENSCHENFRESSER zählen. Allerdings kupfern die Jungs um Sänger/Drummer Holly nicht blind bei irgendwelchen Extrem-Metal-Kapellen ab. Die Trierer versuchen schon ihr eigenes Ding durch zu ziehen und verwenden hierfür diverse Elemente aus dem Death-Metal-Bereich, dezente Black-Metal-Versprengsel und auch thrashige Momente kann man in den Songs von MENSCHENFRESSER entdecken. Das Ganze ist musikalisch zwar recht simpel gehalten. Die Riffs beispielsweise hat man irgendwie alle schon einmal gehört, aber es geht der Band hier vielmehr um Atmosphäre, als um technische Kabinettstückchen. Die zu erzeugen schafft das Trio aus Trier dann auch sehr gut. Man hat bei Nummern wie “Menschenfresser”, “Totenmacht” oder “Esst mich” ständig irgendwelche Szenarien aus Horrorfilmen vor Augen und MENSCHFRESSER verstehen es in ihre Musik eine beklemmende Atmosphäre einfließen zu lassen. Dafür sorgen auch die hier und da eingestreuten Keyboardteppiche, die sich an den typischen Soundtracks aus Horrorfilmen orientieren. Die Kirmesorgel im CRADLE OF FILTH-Stil bei “Köpfe werden rollen” einmal nicht mitgerechnet.

Dass die morbide Atmosphäre auf “Menschenfresser” so gelungen ist, ist der große Pluspunkt der Scheibe und MENSCHENFRESSER schaffen es selbige über die gesamten 37 Minuten aufrecht zu erhalten. Woran “Menschenfresser” aber etwas krankt, ist das Verhältnis Musik/Texte. Die Texte stehen ganz klar im Vordergrund, so dass die Riffs und Arrangements sich dem unter ordnen müssen. Das wiederum ist sehr schade, denn dadurch wird die Halbwertszeit der Stücke nach untern verlagert. Hier und da ein paar eingestreute Finessen hätten den meisten Songs gut getan und ich denke, daran sollte die Band noch arbeiten.

MENSCHENFRESSER haben ihre Musik mit ‘Horror Metal’ schon recht treffend beschrieben. Freunde der etwas anderen lyrischen Kost und Horrorfilm-Fans sollten die Band anchecken. MENSCHENFRESSER machen Lust auf Zombies, Soziopathen, sowie allerlei andere Horrorfiguren. Wenn die Trierer beim nächsten Album ihre Stärken beibehalten und noch ein wenig am Songwriting feilen, sollte hier auch eine höhere Wertung drin sein. Knappe sieben Punkte un ich ziehe mir jetzt erst mal einen Streifen von Lucio Fulci rein.


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