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To The Death

Artikel veröffentlicht am 17.01.2013 | 1540 mal gelesen

In welche Richtung man nun brasilianischen Death Metal einordnet, habe ich mir bisher nur wenige Gedanken gemacht. Die Vorreiter sind sicherlich KRISIUN, die mit ihrem heftigen Geboller eine ganz eigene Nische gefunden haben und demzufolge zu Recht Südamerikas Todesspeerspitze bilden. NERVOCHAOS aus der wichtigsten und größten Stadt in Brasilien, Sao Paulo, existieren nun auch schon seit etlichen Jahren und liefern mit “To The Death“ bereits ihr fünftes Studioalbum ab. Allerdings hat der Vierer bis Heute seine eigene Identität eben noch nicht gefunden und dümpelt daher noch immer im grenzenlosen Untergrund herum. Dies wird sich mit dieser Platte vermutlich kaum ändern, denn handwerkliche Solidität bedingt mittlerweile noch längst kein gutes Album.

Das ist mitunter das einzig Positive, was man NERVOCHAOS an dieser Stelle zusprechen kann – und vielleicht einen stellenweise durchschimmernden US-amerikanischen Old-School-Spirit. Den bekomme ich aber im Zweifelsfall auch woanders. Ansonsten fehlt der hier vorliegenden Platte so ziemlich alles, was ich von einem erwähnenswerten Gesamtwerk erwarten muss. “To The Death“ wirkt total undynamisch, hüftsteif und wenig durchdacht. Die recht einfach durchschaubaren Riffs sind irgendwo zwischen alten SEPULTURA und CANNIBAL CORPSE abgeschaut und die entsprechenden Hooklines bieten mehr Rumpelfaktor denn Griffigkeit auf.

NERVOCHAOS scheinen als Beilaufmusik – vielleicht beim Bügeln, Kochen oder Socken stopfen – ein ganz passables Begleitmittel, doch mit Konzentration und Kopfhörer leider eher ein Schlafmittel. Auch der Spaß bleibt bei den vielen, allesamt analog klingenden Songs zumeist auf der Strecke. Variation, egal ob stimmlich oder wenigstens hinsichtlich des gespielten Tempos, scheint nur marginal Freund der Brasilianer zu sein, sodass “To The Death zweifellos eine homogene Einheit bildet. Über dessen Sinnhaftigkeit, beziehungsweise Qualität muss hingegen definitiv diskutiert werden.


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