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CD-Review

Mad(e) In Italy

Artikel veröffentlicht am 24.12.2012 | 993 mal gelesen

Keine Angst mehr. So skandiert also die italienische Death-Metal-Kombo aus Sulmona, die sich darüber hinaus melodischen Tendenzen verschrieben hat. Die frischen Fotos der Band vermitteln allerdings doch dann irgendwie ein ungutes Gefühl. Sieht aus wie Assi-Hip-Hop, Hooligan-Rock oder sonst etwas in entsprechende Richtung. Dabei haben die Jungs mit 16 Jahren auf dem Buckel und dem mittlerweile dritten Album bereits einiges an Erfahrung getankt, die sie aber auf “Mad(e) In Italy“ nur bedingt in Szene setzen. Zwar machen die melodischen Einsprengsel durchaus den Eindruck, eines gewissen Alleinstellungsmerkmals, werden aber ihrerseits von der gesamten Höhepunktlosigkeit des Restspektakels überschattet.

Das erscheint sogar gewissermaßen traurig, denn die melodischen Elemente machen wirklich etwas her. Nicht, weil sie so unglaublich ausgeklügelt ins Gesamtbild passen, sondern viel mehr, weil sie mit ihrem sizilianisch wirkenden Touch dem Ganzen eine besondere Atmosphäre verleihen. Schon bei dem Opener “150 Years“ fallen die dezent eingewobenen Passagen auf, die sogar recht gut in die eigentlich ungewohnte Death-Metal-Umgebung passen. Mit Gianluca Peluso und Alessandro Montoneri verfügen NO MORE FEAR zusätzlich über die mittlerweile fast schon obligatorischen zwei Sänger, um auch an dieser Stelle für etwas Abwechslung zu sorgen.

Eine gewisse Form der Abwechslung hätten die Südeuropäer eigentlich auch noch bitter nötig gehabt, denn, trotz den teils sehr interessanten Melodien, fehlen weitere Motivationsansätze “Mad(e) in Italy“ nochmals einzulegen. Dazu ist dann der metallische Instrumentalpart zu belanglos, zu gewöhnlich, wenn auch alles andere als schlecht. Angesichts der relativen Ideenarmut in der Gesamtheit, kommt es vermutlich auch wenig förderlich daher, dass NO MORE FEAR bei sechs von neun Tracks auf eine Spiellänge von über fünf Minuten zurückgreifen und daher leider leichtfertig Langweile aufkommen lassen.

Unterm Strich bleibt also ein lachendes Auge, ob der guten Melodieideen und ein umso mehr weinendes Auge, weil ebendiese im ermüdenden Gesamtkonzept nicht in ihrer besten Form zum Tragen kommen.


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