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23.10.2012

Die Melo-Deather NOTHNEGAL von den Malediven haben ein Video zum Track "Sins Of Our Creations" gepostet. Der Track stammt vom Album "Decadence",...

02.07.2010

NOTHNEGAL von den Malediven haben beim französischen Extrem-Metal-Spezialisten Season Of Mist angeheuert. Mit von der Partie sind an den...


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Decadence

Artikel veröffentlicht am 21.01.2012 | 1269 mal gelesen

Die Malediven sind ein kleiner Inselstaat im indischen Ozean der stark muslimisch geprägt ist und dessen Bevölkerungszahl unter einer halben Million Einwohner liegt. Gerade deshalb haben NOTHNEGAL ihren Exotenstatus fast sicher und können zudem noch auf  prominente Unterstützung bauen. Mit Drummer Kevin Talley (u.a. , DAATH, SIX FEET UNDER, Ex-CHIMAIRA), sowie Keyboarder Marco Sneck (u.a. POISONBLACK, Ex-KALMAH) hat man sich erfahrene und fähige Musiker mit an Bord geholt. Zudem hat ihre Debüt-EP "Antidote Of Realism" neben guter Kritiken dafür gesorgt, dass die Band 2010 im Vorprogramm von u.a. FINNTROLL und ROTTING CHRIST auch weite Teile Europas bereisen konnte.

Eine bislang sehr positive Geschichte. Entgegen des sonnigen Wetters in ihrer Heimat ist "Decadence" ziemlich düster ausgefallen. Gerade die Keyboards sollen für eine schaurige Stimmung sorgen, während sich die Gitarren vornehmlich an kraftvollen Riffs und mal mehr, mal weniger ansprechenden Melodien versuchen. Die Grundrichtung ist moderner Melodic Death, der neben fettem Sound auch auf Stimmung setzen soll. Das gelingt aber eher selten. Denn so richtig vereinnahmen kann "Decadence" mich nicht. Zwar sind die Ideen im Ansatz ziemlich gut, die Ausführung auch ordentlich, aber so richtig vom Fleck weg bewegen sich NOTHNEGAL zu selten.  Eine Ausnahme bieten da lediglich die beiden Schlussnummern "Sins Of Our Creation" und "Singularity", die mit rauchigen Clean Vocals überzeugen. Da zeigt das Quintett mal, wie es gehen kann. Das restliche Material übt sich dagegen leider in Mittelmäßigkeit, ohne ergreifende Melodie oder wirklich erhebenden Moment – da nützt auch alle Fertigkeit nichts.

Gute Musiker sind NOTHNEGAL zweifelsfrei und auch die Ideen sind an sich alles andere als verkehrt, doch an der Umsetzung mangelt es bei jedem Hördurchgang mehr und das, obwohl die Keys wohldosiert und nicht omnipräsent eingesetzt werden. Trotzdem können weder diese, noch zeitweise auftauchende Soli und schon gar nicht das auf Dauer sehr ermüdende Gekrächze die Platte in Richtung oberer Punktzahlen lenken. Da hilft auch kein Exoten-Status.


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