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CD-Review

Grasp

Artikel veröffentlicht am 25.08.2012 | 904 mal gelesen

Zumindest das richtige Herkunftsland für eine aussichtsreiche Metalkarriere haben REFUSAL im Prinzip. Die 2008 gegründete Kombo kommt aus Finnland, das bekanntermaßen schon einige Szenegrößen, die auch über lange Zeit hinweg erfolgreich blieben, hervorgebracht hat. Das Quintett, um das es hier geht, ist vom großen Ruhm aber noch weit entfernt, die Kariere der jungen Finnen steht noch in den Startlöchern, genauso wie die mit "Grasp" betitelte Demo.

Auf dieser befinden sich vier Songs traditionellen Death Metals mit Bay Area-Anleihen. Die Produktion ist für ein Demotape nicht herausragend, aber dennoch zufriedenstellend und recht differenziert, man kann die einzelnen Instrumente gut voneinander abtrennen und der Klang ist zu keiner Zeit matschig oder breiig, wie es sonst bei solchen Veröffentlichungen leider häufig der Fall ist. Die erste Nummer "Do Your Part" ist ein gelungenes Wechselspiel aus Blastbeats und groovigen Double Bass-Abschnitten mit kleineren melodischen Einschüben. Sänger Niica Lius hat recht ordentliche Growls drauf und Bassist Timo Pirhonen unterstützt ihn mit höheren Schreien. Der nächste Titel "Grip" verzichtet auf Maschinengewehrsalven und hält sich durchgängig im Midtempo auf, wirkt aber dadurch im Vergleich zum ersten Track etwas platter und die atonalen Riffs eher zäh. Auch die folgenden Songs schlagen in die gleiche todesmetallische Richtung und bieten keine weltbewegenden Neuerungen, auf eine weitere Analyse sei hier deshalb verzichtet

Kurzum, die fünf Finnen machen ihre Sache auf "Grasp" nicht schlecht, reißen einen aber auch nicht vom Hocker. Sie beherrschen ihre Instrumente und Potential ist erkennbar, ihren eigenen Sound haben sie aber noch nicht gefunden und bis zum Debüt auf einem Label wird noch etwas Übung nötig sein. Das ist keinesfalls demotivierend gemeint, denn mit ein bisschen Arbeit könnte aus den Musikern durchaus etwas werden. Zum jetzigen Zeitpunkt reicht es aber nicht für mehr als fünf Punkte.


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