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04.09.2013

Ab morgen werden sich zwei deutsche Core-Hausnummern zusammen aufmachen und die heimischen Bühnen zerlegen: SCIENCE OF SLEEP und THE GREEN RIVER...


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CD-Review

Affliction

Artikel veröffentlicht am 26.09.2012 | 2448 mal gelesen

SCIENCE OF SLEEP aus Braunschweig legen mit "Affliction" ihr Debüt-Album vor. Die sieben Tracks bewegen sich im Schnittfeld von technischem Death Metal und Deathcore, wobei letztere Kategorisierung wohl am treffendsten ist – haben die fünf Mannen doch den ein oder anderen derben Breakdown im Gepäck. Und auch insgesamt regiert auf "Affliction" der Abrisshammer, denn während der knappen halben Stunde gibt es kaum Verschnaufpausen. Querverweise finden sich vor allem zu DESPISED ICON, ferner auch zu ANNOTATIONS OF AN AUTOPSY oder THE FACELESS, wobei man auf deren teils sehr melodische Gitarrenarbeit weitestgehend verzichtet.

Nach dem knapp einminütigen Intro der Platte, das noch wie ein konfuses Bruchstück wirkt, nimmt "Affliction" mit dem Titelsong sofort Fahrt auf. Highspeed-Riffing und fiese Downtuning-Breakdowns geben sich im Verlauf der Nummer die Klinke in die Hand oder – besser gesagt – reißen die Tür mit einer schier unglaublichen Wucht aus den Angeln. Denn was das Quintett hier zelebriert, hat eine beeindruckende Intensität und genügt auf jeden Fall gehobenen internationalen Standards.

Auch das anschließende "To Protect and Abuse" kann mit brachialen Riffs und viel Groove gefallen, während es bei "Mutilation of Messages" wieder etwas zackiger und melodischer zu Werke geht. Das folgende "Gallows of Treachery" mit seinen teils aberwitzig schnellen Blast Beats und das eher schleppende "Slice and Dice" können das Niveau im Anschluss ebenfalls halten. Der Bonustrack "Fraudulent Misrepresentation" hingegen scheint noch aus früheren Tagen zu stammen, denn nicht nur soundtechnisch kann das Stück den restlichen Tracks nicht wirklich das Wasser reichen.

SCIENCE OF SLEEP haben ein wirklich starkes Debüt vorgelegt. Ich müsste schon länger im Gedächtnis kramen, um mich an eine andere deutsche Band zu erinnern, die zuletzt technischen Deathcore auf diesem Niveau geboten hat. Jeder, der etwas für anspruchsvollen Prügel-Death übrig hat, sollte die Jungs auf jeden Fall im Auge behalten.


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