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17.07.2012

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Afterburner

Artikel veröffentlicht am 27.05.2006 | 4267 mal gelesen Die meisten Reunions sind überflüssig wie ein zweites Rektum. Die einen passieren aus Kommerz und Kalkül, die anderen aus Langeweile. Es gibt aber auch solche, bei denen man sich fragt: "Warum habt ihr euch eigentlich aufgelöst? Schön, dass ihr wieder hier seid!"
SINISTER sind eine solcher Bands. 2003 lösten sich die Holländer nach ihrem Abschiedswerk "Savage Or Grace" auf, die Chemie innerhalb der Band stimmte nicht mehr.
Pünktlich zur WM blasen die Holländer mit korrigiertem Line up mit "Afterburner" zum Kampf um die Death Metal Krone.
Das Besetzungskarussell drehte sich wild und brachte hörbar frischen Wind in die Songs der Tulpenschlächter: Drummer Aad wechselte ans Mikro, Basser Alex an die Klampfe; die Rhythmussektion wurde runderneuert. Vier Wechsel - vier Volltreffer!
Das Fundament ist bei SINISTER das selbe geblieben: düsterer, brutaler und technischer Death Metal der europäischen Premium Klasse. Wer Klassiker wie "Cross The Styx" oder "Hate" mochte, wird auch an "Afterburner" seine Freude haben, es wurden aber notwendige Korrekturen an der Feinjustierung vorgenommen. SINISTER haben es nach 18 Jahren Death Metal einfach nicht mehr nötig Geschwindigkeits- und Krachgrenzen auszuloten.
Locker und legère ist die Routine in die Songs eingeflossen. Immer wieder verstecken sich feine Melodien zwischen den mächtigen Soundwällen, doomige Parts verleihen den Blastbeats mehr Wirkung und gesprochene Parts sorgen für die düstere Atmosphäre der acht Tracks. Aad growlt in den tiefsten Regionen der menschlichen Stimme, ohne in Harmonizer-geschwängerte Porn-Grind Regionen abzudriften. So müssen Growls klingen: tieeef, böse und bedrohlich! Respekt!
Ausdruck des durchdachteren und komplexeren Songwritings sind die beiden Sieben-Minuten-Epen "Presage Of The Mindless" und "Flesh Of The Servant".

Fazit: SINISTER klingen anno 2006 frischer, durchdachter, variabler und besser denn je!
Auf "Afterburner" schaffen es die Holländer die düstere Brutalität der Frühwerke einzufangen und dies mit zeitgemäßen und variablen Elementen zu paaren. Herausgekommen ist ein weiteres Death Metal Highlight des Jahres, frisch und unverbraucht, eingespielt von Mitgründern der europäischen Szene und vorzüglich produziert von Andy Classen in den Stage One Studios. Hell yeah!
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melden Wertung 03/10 Deleted User | 31.05.2006 | 01:00 Uhr

Also ich kann das alles nich nachvollziehen bei dieser CD hier. Die is doch um längen schwächer als die alten Sachen. Auch hört man viel zu stark Parallelen zu Fleshcrawl und Vader heraus. Könnte genausogut n Nebenprojekt eben...  

melden Wertung 08/10 Deleted User | 07.06.2006 | 01:00 Uhr

Ich kannte Sinister vorher nicht und ich finde dieses Death Metal Album richtig gelungen.