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We Curse, We Trust

Artikel veröffentlicht am 17.07.2012 | 1644 mal gelesen

Melodic Death Metal ist zweifellos nicht mehr wirklich die Stilart, auf die man hinsichtlich Newcomeraktivität noch großartig wartet, sorry! Besonders wenn es sich dabei um die ausgeschriebene Konventionalität handelt. Soll heißen, moderne, insgesamt recht einfach gestrickte Riffs, die zentral an Neo-Thrash oder vergleichbare Modernisierungen erinnern, sowie einen festen Keyboarder, der seine musikalischen Ausdünstungen entsprechend exorbitant einstreut und ein keifiges Hauptorgan, das zwar ansprechend aus dem Soundsystem kratzt, aber überraschenderweise auch keine Salami mehr vom Teller zieht. Klingt alles ziemlich drastisch? Ja? Um dem Ganzen dann mal gleich wieder ein wenig den Wind aus den Segeln zu nehmen – zwar treffen diese Attribute auf das dritte Album der Schweizer durchaus in unterschiedlicher Ausprägungsintensität zu, und doch funktioniert “We Curse, We Trust“ über weite Strecken sehr ordentlich, bis sogar sehr gut, wobei vor allem der Start in die Platte positiv hervorzuheben ist.

Bereits der Opener strotzt irgendwo vor bekannter Simplizität, kann aber dennoch durch seine Einprägsamkeit unter anderem bezüglich seines eingängigen Refrains überzeugen. Weiter intensiviert wird dieses Konzept in jedem Fall durch den zweiten Song “When We Freeze“, der zum Teil mit tollem Saitenspiel während des klar gesungenen Refrains aufwartet und zum anderen noch tiefer in eine Atmosphäre eintaucht, die mir schon beim Auftakt durchweg nicht fern geblieben ist. Gerade die melancholischen Leads, auch fortgesetzt auf “Hollow“, verschaffen “We Curse, We Trust“ nicht unbedingt den gewohnten Aggro-Touch eines flotten Melo-Bretts, sondern viel mehr eine spürbare Portion Nachdenklichkeit und Düsternis, wobei sich die Scheibe generell auch vermehrt im Midtempo-Bereich aufhält.

Konzeptionell gefällt mir das unheimlich gut und ich war tatsächlich gewillt, nach den ersten drei Stücken, bereits von einer der stärksten Überraschungen der letzten Zeit in diesem Bereich zu sprechen. Doch bekanntlich soll man den Tag nicht vor dem Abend loben und mir kommt nachfolgend vermehrt das Gefühl hoch, SOULLINE verlassen sich im Folgenden zu entschieden auf ihre angeschnittenen Trümpfe und verlieren sich letztendlich sogar ein wenig darin, sodass die Scheibe ihren roten Faden gerade im weiteren Verlauf etwas missen lässt. Schade eigentlich, denn der Auftakt ließ Großes erwarten.


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