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CD-Review

Pharmakos

Artikel veröffentlicht am 28.01.2013 | 1501 mal gelesen

Nachdem Kollege Matthias vor kurzem doch wieder meine Neugierde auf Deathcore wecken konnte, ein Genre, das ich bislang großflächig zu umschiffen versucht habe, kommt mir gleich der nächste Kandidat vor die Flinte. STRAIGHT ON TARGETs Debütalbum "Pharmakos" verdient sich nämlich zumindest das Prädikat zukunftsträchtig.

Brutalität ist auch hier das Maß aller Dinge. Kompromisslos und weniger vertrackt legt das Quintett aus Piacenza deutlich mehr wert auf Härte als auf technisch hoch anspruchsvolle Songs. Natürlich sind hier keine Anfänger am Werk, doch die zahlreichen Breakdowns und Knüppelattacken werden nicht durch übermäßiges Gefrickel oder großartig überraschende Wendungen dominiert. So gesehen ist ″Pharmakos″ leider etwas vorhersehbar. Das ist auch das größte Manko der Scheibe, auf Dauer sind STRAIGHT ON TARGET in ihrer Herangehensweise einfach zu limitiert. Im Vergleich zur immerhin um etwas Abwechslung bemühten Instrumentalen Basis brüllt Fronter Andrea Scaglia durchgehend in derselben Tonlage und ermüdet damit ziemlich schnell. Als Gegenpol dazu stehen jene leicht melodischen Momente wie in "Wake the Apathetic" oder "Palms Leaves Readers", die zumindest aufhorchen lassen.

Am Ende ist "Pharmakos" solides Handwerk, das über 35 Minuten weder große Ausflüge nach oben noch nach unten vollführt. STRAIGHT ON TARGET können das kleine Flämmchen an Interesse, das THY ART IS MURDER mit ihrem aktuellen Output bei mir entfachten, jedenfalls nicht weiter auflodern lassen. Für Genre-Fans sicher ein netter Brutalitätshappen für zwischendurch, aber für große Sprünge reicht das noch nicht. Vielversprechende Ansätze, aber im Gesamtbild schlichtweg zu eintönig, leider.


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