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CD-Review

Barfight Music

Artikel veröffentlicht am 28.04.2012 | 1530 mal gelesen

Die Saarländer SYSTEMATIC ERADICATION bringen in diesen Tagen ihr Zweitwerk heraus und wie der Titel "Barfight Music" schon ein bisschen impliziert, handelt es sich dabei nicht so wirklich um Musik für das stille Kämmerlein, sondern um Auf-die-Fresse-Geprügel, das seine Wirkung am besten auf/vor der Bühne oder als Beschallung auf der biergetränkten Grillparty entfaltet.

In 13 eher kurzen Songs kredenzen uns SYSTEMATIC ERADICATION, die 2007 als Duo gegründet, nach dem Erfolg des Debütalbums "Death N Roll" von 2008 aber schnell zu einer kompletten Band erweitert wurden, ihre energiegeladene Mischung aus Death Metal, Hardcore und Thrash, die mit einer gehörigen Einspritzung Rock und Punk daherkommt und dem Titel des Erstlings der Band damit gerecht wird: Death'n'Roll ist das perfekte Attribut, um die Musik der Band zu beschreiben.
Ja, SYSTEMATIC ERADICATION machen Musik für die Party, für die Bar, für die Bühne - das soll nicht zwingend heißen, dass "Barfight Music" als Album an sich gar nichts taugt, immerhin strotzen die Songs nur so vor Energie und Power und sind in ihrer knackigen Kürze allesamt schön auf den Punkt geschrieben. Es lässt sich allerdings auch nicht wegleugnen, dass ich dieses Album - so gut ich mir die Band auch auf der Bühne vorstellen kann - nicht unbedingt noch allzu oft im Player haben muss. Dazu ist "Barfight Music" auf die Dauer zu eintönig, was zum einen an dem relativ eng geschnürten musikalischen Korsett der Band liegen mag, vor allem aber auch am Gesang, der (abgesehen von den hier und da eingestreuten Gangshouts) nur wenig Abwechslung kennt, und an der fehlenden Eingängigkeit der Songs. Nicht falsch verstehen: Eingängigkeit ist zwar vorhanden, aber eben nicht in dem Maße, in dem es ein solches Album braucht, wenn es eben auch in der heimischen Anlage überzeugen will.

Bei einem solchen Album, das im Grunde darauf ausgelegt ist, in der Öffentlichkeit und möglichst laut (und unter möglichst viel Alkoholeinfluss) genossen zu werden, könnte man natürlich darüber streiten, ob das nicht Kritik auf sehr hohem Niveau ist, weshalb ich auch einen Punkt mehr auf meine eigentliche Wertung addiere. Trotzdem eignet sich dieses Album in Konservenform vor allem dafür, auf der Fahrt zum Konzert im CD-Player des Autos zu rotieren.


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