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Artikel veröffentlicht am 26.09.2011 | 1468 mal gelesen

Unter dem Namen TERRA MORTA haben sich im US-amerikanischen Nordwesten vor zwei Jahren ein paar Musiker und eine Musikerin zusammengefunden, um gemeinsam Krach zu machen. Jetzt hat man eine erste EP mit vier Stücken fertiggestellt, was darauf schließen lässt, dass die Band sich ihren Ruf nicht mit unausgereiften Schnellschüssen verderben will. Das Material der Truppe bestätigt diese Theorie.

TERRA MORTA spielen technisch-progressiven und durchaus melodischen Death Metal, der sich vor allem im energischen Midtempo bewegt, dem aber auch Vollgas nicht völlig fremd ist. Mitunter finden sich Spuren von schwedischem MeloDeath, der Gesang geht gelegentlich in Richtung BM, aber ein wichtigerer Einfluss dürften BEHEMOTH sein. Zwar ist die mir vorliegende EP wesentlich zahmer und melodischer, aber ab und zu versuchen TERRA MORTA durchaus erfolgreich, so mächtig wie die Polen zu klingen. Klar im Zentrum des Geschehens steht die Leadgitarre, die Melodien und Soli fast am Fließband produziert. Stützen kann sie sich dabei auf ein äußerst knackiges Fundament aus Schlagzeug, Bass und Rhythmusgitarre, das von der kräftigen Produktion sehr professionell in Szene gesetzt wird. Da haben TERRA MORTA sich für ihr erstes Lebenszeichen ohrenscheinlich nicht mit zweitbesten Lösungen begnügen wollen.

Für ein Debüt ist diese EP ziemlich gelungen. Die Band weiß, wohin sie stilistisch will, ist spielerisch absolut auf der Höhe und hat vier Lieder aufgenommen, die Hand und Fuß haben. Das Material ist abwechslungsreich und relativ eingängig, zwingende Hits sind der Gruppe aber leider (noch) nicht gelungen. Ziemlich nahe dran ist man jedoch, so dass ich mir durchaus vorstellen kann, dass TERRA MORTA mit ihrem ersten kompletten Album richtig was reißen werden. In diesem Sinne sieben optimistische Punkte.


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