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CD-Review

Eden Apocalypse

Artikel veröffentlicht am 27.07.2012 | 3373 mal gelesen

Mich wundert es kaum, dass “Eden Apocalypse“ über einen vergleichsweise langen Zeitraum im redaktionsinternen Nirwana herumgeisterte und keiner sich wirklich mit Begeisterung der Sache annehmen wollte. Schließlich waren die Ludwigshafener auf ihrem Vorgänger “Blood Red History“, der bereits das dritte Album des Fünfers markierte, nichts weiter als recht müde Durchschnittskost. Death Metal auf Sicherheit, ohne große Dynamik, ohne Neuerungen – einfach die Schienen abgefahren. Irgendwie kam ich letztlich nun doch dazu, mir deren neue Scheibe zu Gemüte zu führen…und musste mir erstmal die Ohren putzen. Was zur Hölle? War das gerade real? Die Jungs sind mir bereits beim ersten Durchlauf dermaßen aggressiv über das Fressbrett geheizt, dass ich kaum zu vernünftigen Argumentationen finde.

Kurzum, was TOMBTHROAT auf ihrem vierten Langspieler “Eden Apocalypse“ zum Besten geben, entbehrt jeder Beschreibung und lässt sich lediglich mit “brutaler, in jeder Hinsicht mitreißender Musikgewalt“ zusammenfassen. Wie ausgewechselt donnern die Süddeutschen ein fettes Riff nach dem anderen herunter – der Opener erinnert mit seinem ultramonströsen Einklang an “Hammer Smashed Face“, und das soll nicht der einzige Song bleiben, der Facetten aufbietet, die nur so vor präziser Brutalität strotzen. In jedem Fall hat das Ganze zu mindestens 100 Prozent an Dynamik gewonnen, denn die Scheibe rasselt einem im Autopilot so was von die Birne ab und, anders als vergleichbare Truppen wie etwa HOUR OF PENANCE, fahren die Jungs um Gitarrist Björn Köppler (MALADIE) auch mal im dritten Gang, ohne merklich Tempo oder gar Aggression einzusparen, dafür alles aber hörbar griffiger zu machen.

Das tiefe Gebell von Frontgauzer Frank Keitel passt auch wie eingefasst in diesen schieren Höllenritt, mit dem ich an dieser Stelle immer noch nicht ganz klar komme. Ohne Faxen, TOMBTHROAT spielen mit diesem Wutgerät auf einem Niveau mit Genregrößen wie SUFFOCATION, daran habe ich keinen Zweifel. Dass neben vielen mächtigen Breaks und Hooklines seitens der Band, auch Gitarrero Dave Suzuki (VITAL REMAINS) drei Soli auf dem Album komponiert und eingespielt hat, verpasst dem Output nur noch einen weiteren interessanten Qualitätsanreiz. Brutal Death Metal und “Eden Apocalypse“ gehören ab sofort essentiell zusammen genannt. KAUFEN!


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Methabolica
melden Wertung 09/10 Methabolica | 30.08.2012 | 14:39 Uhr

Ja, wirklich brutal durchdachter death.