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CD-Review

Awakening In The Cemetery Grave

Artikel veröffentlicht am 22.07.2012 | 1782 mal gelesen

Beschäftigt man sich nicht weiter mit der Bandgeschichte und den beiliegenden Informationen zu "Awakening In The Cemetery Grave", sondern lässt einfach die Musik sprechen, dann fallen zwei Dinge auf: Erstens, UNCONSECRATED kommen definitiv aus Schweden und existieren seit mindestens 1990, und zweitens, "Awakening In The Cemetery Grave" kommt schon mal auf die Liste der schrägsten Albentitel 2012.

Aber täuschen kann man sich ja immer mal - UNCONSECRATED sind Spanier, existieren seit 2006 und der dämliche Titel des Albums ist eine Zusammensetzung der Namen der drei früheren Releases "Dark Awakening", "Unconsecrated Cemetery" (beide Demos der Band) und "Slave To The Grave" (die erste EP über ein Label), die hier in remasterter Form auf einen Tonträger gegossen wurden, um die Zeit zum ersten vollen Album zu überbrücken.

Trotzdem: UNCONSECRATED klingen nach Schweden, und sie klingen erst Recht nicht nach 2006, sondern nach späte Achtziger/frühe Neunziger, als ENTOMBED noch NIHILIST hießen und CARNAGE noch nicht mit DISMEMBER vermischt waren. Natürlich kommen UNCONSECRATED zu keiner Zeit so wirklich an die Glanzleistungen der alten Schweden heran, dafür ist das Songwriting - vor allem auf den beiden Demos - viel zu unpointiert und durcheinander, aber man kann auch nicht sagen, dass die Spanier scheiße wären. Vor allem die Songs von der "Slave To The Grave"-EP rumpeln und holzen ganz ordentlich aus den Boxen und sollten jedem Fan der alten Schwedenmucke ein Lächeln auf die Lippen zaubern - gerade auch, weil der remasterte Sound einiges kann, sich tief vor den Helden der Band verbeugt und mit ordentlich Power daherkommt.

Wer böse ist, könnte natürlich fragen, ob man sowas heute noch braucht. Aber UNCONSECRATED spielen ihren Kram dabei so cool, dass "Awakening In The Cemetery Grave" trotz der Tatsache, dass das alles von den Originalen schon mal besser gemacht wurde, geil ist. Wer Oldschool Death Metal der schwedischen Schule mag, darf antesten, und wer sich wie ich mit kindischer Begeisterung durch die Raritätensammlung, die Daniel Ekeroths Buch "Swedish Death Metal" beilag, durchgehört hat, der sollte nicht länger zögern und sich "Awakening In The Cemetery Grave" ins Regal stellen. Denn, Spanien hin oder her, UNCONSECRATED könnten ohne Probleme auch auf jener großartigen, schwedischen Obskuritätensammlung Platz finden.


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