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Wolves In The Battlefront

Artikel veröffentlicht am 18.03.2013 | 1542 mal gelesen

Die Kombination zwischen Death Metal und charakteristisch nordischer Wikingeratmosphäre ist spätestens seit AMON AMARTH schon längst kein neuartiger Schritt mehr. Ist es nun schon seit zwei Jahren ruhig um die schwedischen Meeresräuber, rückt mit den spanischen VIKINGORE ein Nachahmer auf den Plan, der sich zumindest überhaupt nicht die Mühe macht, die Quelle der Inspiration für das eigene Plagiat zu verschleiern. Die Jungs aus Sevilla sind eindeutige Verehrer der 1992 gegründeten Skandinavier und lassen dies für Außenstehende auch allzu deutlich erscheinen. “Wolves In The Battlefront“ ist als Debütalbum ein rohes Todeswerk geworden, das sich ganz zentral an den alten Taten von AMON AMARTH wie “Once Sent From The Golden Hall“ oder “The Avenger“ orientiert.

Das haben die Südeuropäer, ganz zu Beginn hörbar, direkt schon an der Produktion versucht, denn das hier vorliegende Album bietet im Kontext des Gesamtzusammenhangs ein wahrlich unterdurchschnittliches Soundgewand an. So kann man hier nicht wirklich von einer gelungenen Old-School-Robe sprechen, sondern viel mehr von rohen Vererdungen an den falschen Stellen. Die Produktion erscheint somit insgesamt äußerst kratzig und gewaltig aufgeschwemmt, was garantiert nicht durch die starke Basslastigkeit geschmälert wird. Aber sei’s drum, vielleicht sind ja wenigstens die Kompositionen gelungen. So motiviert man sich wieder etwas.

Leider ist aber auch diese Annahme, repräsentative Hoffnung Fehlanzeige, denn VIKINGORE agieren großflächig hauptsächlich uninspiriert, stumpf und im besten Fall dürftig kopierend. Manchmal darf man sicherlich von kleinen Lichtblicken sprechen, wie die typisch AMON-ähnlichen Tempowechsel etwa bei “The Witchery“, doch viel zu oft verkommt “Wolves In The Battlefront“ zu wenig ansprechendem Topfschlagen. Da nutzt es auch reichlich wenig, dass Sänger Angel tatsächlich alles dransetzt, Johan Hegg zu imitieren und die Saitenfraktion, beziehungsweise der Songwriter, langfingrig agiert und sich teilweise recht offensichtlich bedient hat (“Justice’s Fall“ / “Cry Of The Black Birds“).

Für absolute AMON AMARTH-Liebhaber könnte diese Scheibe die Wartezeit bis zum nächsten Release vielleicht etwas verkürzen, doch, abgesehen von der kaum vorhandenen Eigenleistung, fehlt’s auch noch an Substanz.


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