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CD-Review

They Did Unspeakable Things

Artikel veröffentlicht am 03.07.2012 | 1725 mal gelesen

Was für ein lange nicht mehr genossener Geschmack, dabei schmeckt Einheitsbrei doch eigentlich gar nicht so großartig. Schon lange hatte ich in meinem Rezensionsmaterial keine namenlose Stangenware mehr, keine Euro-Slips und auch keine einfarbigen Socken in materialistisch günstigen 20er-Päcken. WHORETOPSY aus dem schönen Melbourne in Australien passen mal wieder bestens in dieses Muster. Bloß keine Identität zeigen, schablonenartig von diversen Stellen abpausen macht ja auch Spaß – alles auf Nummer sicher. So in etwa klingt deren Debütalbum “They Did Unspeakable Things“, das sich stilistisch recht treffsicher zwischen Brutal- und Slam-Death-Metal einordnen lässt, und das über die gesamte Spieldauer von einer knappen halben Stunde ohne Ausflüchte, ohne Besonderheiten.

Natürlich kann man sich die Platte problemlos anhören und gleichsam braucht man sich auch nicht zu sorgen, kurz danach oder gar währenddessen Krebsgeschwüre in den Ohren zu bekommen, doch beim besten Willen, Spaß macht das Ganze auch nicht. Da ist mir das müde Schlagzeuggekloppe mit dünnem Gesamtsound und dem teils etwas undifferenziert wirkenden Gitarrengeschredder jenseits jeglicher zündender Ideen, dann doch mindestens einen Schritt zu wenig. Auch das tiefe Geröchel oder sein schweinisch hoher Gegenpart verpassen dem Ganzen sicherlich kein Alleinstellungsmerkmal, sondern bestätigen lediglich den Eindruck, dass es sich hierbei nicht um den ganz besonderen Wurf handelt.

Vermutlich will “They Did Unspeakable Things“ auch gar nicht mit vorhandenen Grenzen brechen. Viel mehr wirken WHORETOPSY als wollten sie gezielt mit bereits gegebenen Parametern arbeiten. Dabei vergessen die Aussies allerdings, dass ohne entscheidende Eigenleistung höchstens eine richtig gute Kopie noch als akzeptabel durchgehen kann. Da aber billige Standardriffs mit nur wenigen anständigen Breaks und weiterführenden Ideen, sowie ein insgesamt ganz ordentlicher Sound, indem nichtsdestotrotz einiges untergeht, längst noch kein gutes Gesamtwerk entstehen lassen, halte ich mich lieber an die Originalen…und das solltet ihr, liebe Leser, besser auch tun.


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