Time I
Artikel veröffentlicht am 17.10.2012 | 8895 mal gelesenBereits 2006, nur zwei Jahre nach der Veröffentlichung ihres fulminanten selbstbetitelten Debüts, kündigten WINTERSUN an, an einem neuen Werk mit dem Titel “Time” zu arbeiten. Doch zu früh hatten sich Fans der Finnen gefreut, denn ein ums andere Mal wurde das Release-Date des Albums nach hinten verschoben nicht grundlos musste man sich irgendwann fragen, ob “Time” jemals wirklich das Licht der Welt erblicken würde. Geschlagene sechs Jahre später ist es nun jedoch endlich soweit: Mit “Time I” liegt der erste Teil des insgesamt ca. 80 Minuten umfassenden Epos der Finnen vor, das 2013 mit “Time II” komplettiert werden soll. Und nun steht selbstverständlich die große Frage im Raum: Hat sich das Warten gelohnt?
Und die Antwort ist einfach: Scheiße JA! Man verzeihe mir die Wortwahl, doch “Time I” ist – und so viel kann ich bereits vorweg nehmen – ein wahrhaftes Meisterwek geworden, das im symphonischen Melodic Death Metal vergebens seinesgleichen suchen wird. Bereits das stimmungsvolle mit fernöstlicher Note ausgestattete Intro “When Time Fades Away” jagt dem Hörer mit seinen sanften, anmutigen Melodien einen Schauer nach dem anderen über den Rücken. Zugleich gelingt es WINTERSUN bereits mit diesem Stück, eine fühlbare, knisternde Spannung zu erzeugen. Diese entlädt sich schließlich regelrecht explosionsartig im ersten richtigen Song “Sons Of Winter And Stars”, der den Hörer regelrecht überwältigt und zwischen seinen gigantischen und unglaublich eindrucksvollen Soundwänden sofort gefangen nimmt. Etwas ähnlich bombatisches, übermächtiges, kraftvolles und schlichtweg gigantisches haben Bands wie NIGHTWISH, DIMMU BORGIR und Co. wahrlich schon lange nicht mehr veröffentlicht.
Doch spricht man über die Größe und Kraft dieses Werks, die energiegeladenen, stürmischen Riffs, die machtvolle Orchestrierung, die inbrünstigen Screams und aggressiven Blastbeat-Passagen, so erfasst man nur eine Seite der Medaille. Denn auf der anderen ist “Time I” schlichtweg bezaubernd, liebevoll und wunderschön. Vorsichtig und zaghaft bahnen und schlängeln sich z.B. die zerbrechlichen, süßen Melodien ihren Weg durch die dichten, bei den ersten Durchläufen gar nicht in Gänze erfassbaren Klanglandschaften, gewinnen nach und nach an Fluss und Energie und ringen mit den zahllosen anderen Elementen, den hintergründigen Chören, den geschickt eingewobenen Effekten, den von einzelnen Instrumenten vorgetragenen Melodien, um die Aufmerksamkeit des Hörers. Und auch der emotionsgeladene, tief berührende cleane Gesang von Mastermind Jari Mäenpää trägt dazu bei, dass man die Songs auf “Time I” immer wieder hören und fühlen, sich von ihnen ergreifen und einnehmen lassen möchte, um dem Alltag für einen Moment zu entfliehen und in eine ganz andere, fantastische Welt zu reisen.
Doch obwohl ich “Time I” eigentlich ausschließlich loben und WINTERSUN nur zu diesem großartigen Werk beglückwünschen kann, so zücke ich an dieser Stelle nicht die Höchstpunktzahl. Denn auch wenn “Time I” im Prinzip keinen Anlass zur Kritik bietet, so fehlt meiner Meinung nach doch der allerletzte Schritt zum Überalbum und künftigen Klassiker: Die Vollendung. Irgendwie hört man dem Album einfach an, dass es ursprünglich als Teil eines Gesamtwerks entstand und ohne dieses wirkt es nicht gänzlich geschlossen und fertig. Ohnehin kann ich nicht verstehen, warum das Album geteilt wurde, denn nach einer solchen Wartezeit hätte sich mit Sicherheit jeder Fan über ein 80-minütiges Werk gefreut. Dennoch zählt “Time I” selbstverständlich zu den Album-Highlights des Jahres 2012 und gehört in die Sammlung jedes Fans des symphonischen Metals.
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Also z.B. 31 Minuten Nettospielzeit nach Abzug von Intro, Outro und Instrumental wäre denke ich mal auch noch ein gerechtfertigter Kritikpunkt. Die Begründung seitens Künstlers oder Labels mit einer längeren Spielzeit den Hörer zu überfordern,...
Nach 6 Jahren mit neuem Material wieder im Regal, nächstes Jahr wird das restliche Material nachgereicht. Marktwirtschaft ! 40min. ist doch der allgemeine Durchschnitt, es gibt genügend Klassiker die diese Spielzeit nicht erreichen. Der Fan wird...
Ist auch ne Sauerei, ändert aber nix daran, dass das eine sehr gute Platte ist.
Hmm, lieber eine Scheibe, deren 31 Minuten die absolute Geilerei sind als eine Scheibe, die 60 Minuten langweilt. Was bringt mir eine Full-Price-CD, die eine Stunde lang geht, bei der ich letztendlich die Hälfte wegskippe?
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1) Finde ich persönlich eine Frechheit! 40 Minuten Spielzeit ist für ne CD ist zu wenig! Leider ist das wieder Marketing um so mehr Geld zu erzeugen, anstelle den Fans eine...
Und noch ein Grund mehr Nuclear Blast zu hassen. Nicht nur, dass dieses drecks Label es kleineren Magazinen nicht einfach macht, nein man versaut auch noch solch eine lang erwartete Platte durch einen Split.
Ein weiterer Grund für...
Ihr regt euch doch jetzt nicht ehrlich über 40 Minuten Spielzeit auf,oder? Wenn ich da an diverse Punk Klassiker denke, deren LP´s gerade mal 24 Minuten gingen. XD Nun mal Hand auf´s Herz, ich besitze auch zig Alben die die 40 Minuten Marke nicht...
Nach meinem Geschmack ist das Album fürchterlich kitschig ausgesteuert und setzt das Orchestergedudel viel zu sehr in den Vordergrund. Die Melodien (Gitarren + Orchester) wirken von Anfang bis Ende austauschbar und langweilen mich oft auch...
Hm... Was soll ich sagen, ich hatte mich wie ein Schneekönig auf das neue Wintersun-Opus gefreut, eigentlich schon seit es angekündigt wurde... und je mehr das Album verschoben wurde, desto höher stiegen die Erwartungen, nicht nur von mir, sondern...
Stimmt - Viele "Klassiker" (denke da an einige 80er Werke) knacken die 40min Marke nicht aber lieber 8 Songs a' 4-5 min als nur 3 wirkliche! Von daher hätte man auf den Split des Albums getrost verzichten können! Und zum Album: Das Warten hat sich...
Das ist Death Metal? Desweiteren gehören Begriffe wie 'Epic Metal' verboten Leute...
Nun gut. Die Spielzeit interessiert mich nicht, ich habe schon Scheiben gekauft, die wesenltich kürzer sind und mich begeistert haben. Alles in allem wirkt...
Ich habs nochmals mit dem Album versucht und muss sagen, puh, also ich habe richtig Schwierigkeiten, das Teil zuende anzuhören. Das Zeug ist so fürchterlich aufgeblasen, dass die Produktion jegliches Feeling raubt. Das schlimmste aber ist, dass ich...
Nach acht Jahren Wartezeit hatte ich es zwar fast befürchtet, aber doch anders erhofft: Es ist eindeutig herauszuhören, wie viel Arbeit in der Musik steckt, 200 Tonspuren ändern aber nichts daran, dass es trotz des ganzen Bombasts so seine Macken...
Ich frage mich, was das soll die Spielzeit runter zu rechnen. Das ist ein Album dazu gehört dann auch das Intro, Outro und der Instrumentalteil. So ein komisches gejammer, als würde da keine Arbeit drin stecken, zumal man so ein Album als...
Mal ehrlich: Für die lange Wartezeit wäre auch ein komplettes Album in passabler Qualität drin gewesen.
Ich habe mir das Album nun ca. zweimal komplett angehört. Und im Prinzip kann ich alles bestätigen, was positives darüber gesagt wurde. Die Songs sind klasse arrangiert und haben super Melodien und all das und mehr. Aber es sind eben effektiv nur...
Seelenloses Plastikgedudel ohne Tiefe und ohne herausragenden Qualitäten. Was bitte ist an dem Gitarrengeeier toll? Völlig zusammengeklatschte Songs, hilflos überfrachtet und ohne mitreißende Pssagen. Dazu ein gruselig kitschiges...
Die Zeit ist egal. Das Songmaterial ist völlig daneben. Leier-Rock ohne Power. Bah!3/10
Schrott hoch 10
Für was habt ihr jetzt genau 9/10 punkten vergeben? Für die drei Songs und zwei Intros?
Habt ihr bisher die EPs nicht ohne Bewertung reviewt?