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Son Of Perdition

Artikel veröffentlicht am 27.07.2012 | 1201 mal gelesen

So kann man's machen. Das Rad nicht neu erfinden, aber den Dreh 'raus haben.

WRETCHED legen mit "Son Of Perdition" ihr zweites Full-Length vor und stehen seit einiger Zeit bei Victory unter Vertrag. Kein Wunder also, dass die Scheibe mit einer außerordentlich coolen Produktion um die Ecke kommt und insgesamt eine hohe Qualität aufweist. Könnte der ein oder andere vom etwas kitschigen Death-Metal-Artwork verschreckt werden, so verbirgt sich hinter der Fassade eine wirklich hörenswerte Platte, die vor allem ausreichend Abwechslung bietet in einem Genre, das es dahingehend nicht leicht hat.

Die Facetten der Band reichen von jeglichen Metal-Spielarten über reinrassigen Hardcore bis hin zu klassischer Musik (!). Letztere bekommt man nicht nur beim Intro, sondern auch innerhalb der Stücke selbst präsentiert. Spannend.

Der Gesang wechselt, wie man es von THE BLACK DAHLIA MURDER kennt, zwischen tiefen Growls und hohen Screams spielend hin und her und weiß durchweg zu überzeugen. Der tatsächlich hörbare Bass groovt ordentlich, haut aber auch ein paar technische Spielereien auf den Tisch. Die Gitarren, teils episch, teils melodisch, teils hektisch gehalten, sind einwandfrei eingespielt, zu selten jedoch richtig eingängig. Aber was will man erwarten! Knapp 40 Minuten auf die Pauke und gut is'!

Zu meiner Freude gibt es auf "Son Of Perdition" zudem ein ECHTES Schlagzeug zu hören, was gleich der erste Blast-Beat im Opener "Imminent Growth" unter Beweis stellt. Darüber hinaus wartet das Album mit ausdrucksstarken Lyrics auf, die man sich ruhig mal zu Gemüte führen kann, ohne peinlich berührt zu sein. Kaufempfehlung für all diejenigen, die mit Melo Death etwas anfangen können und keine Breakdowns brauchen. WRETCHED zeigen, dass es auch ohne geht.


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