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CD-Review

Home In Decay

Artikel veröffentlicht am 29.11.2012 | 1535 mal gelesen

Immer noch selten genug kommt es vor, dass wir elegische Doom-Kompositionen von einer eleganten Damenstimme dargeboten bekommen, doch nicht nur diese Tatsache macht "Home In Decay“ zu einem außergewöhnlichen Werk.

Auch der Umstand, dass die federführende Protagonistin das nach ihrem Künstlernamen AJANA benannte Unternehmen zu Beginn als Einzeltäterin betrieben hat, ist mehr als nur bemerkenswert. Zwar hat sich die Lady für die aktuellen Aufnahmen von einem Drummer und einem Saitendehner unterstützen lassen, der "Vorsitz“ ist aber dennoch ihr alleine geblieben und von daher gilt logischerweise das Hauptaugenmerk ihrer Person, die nicht nur als Sängerin auf "Home In Decay“ zu vernehmen ist, sondern sich auch um sämtliche Tasteninstrumente kümmert.

Dem Album ist zunächst einmal das geflossene Herzblut anzumerken, und das nicht "nur“ in den Songs selbst. Auch der Umstand, dass AJANA dieses Album als kostenlosen Download über ihre Webpräsenz anbietet, darf diesbezüglich keineswegs unerwähnt bleiben, lässt sich doch auch dadurch erkennen, dass AJANA keineswegs aus kommerziellen Aspekten Musik macht.

Dabei wäre es kein besonderes Mirakel, würde AJANA mit ihrer Musik auch außerhalb des Undergrounds wohlwollend aufgenommen würde. Schließlich sollte der mit Hingabe dargebotene, getragenen, großteils tief im Doom verankerte Stil auch deshalb für Furore sorgen, weil es phasenweise auch in eher gothische Gefilde ("Carrion“) geht und das Material bei aller Dunkelheit und Kühle dennoch sehr zugänglich ist.

Vor allem auf Grund dieser dunklen Stimmung und Atmosphäre sollte "Home In Decay“ keineswegs nur für Doom-Fetischsten mit "Female Front" wie JEX THOTH, BLOOD CEREMONY oder den neueren THE WOUNDED KINGS ansprechend sein, sondern ebenso für Liebhaber von Bands wie KATATONIA oder MY DYING BRIDE (zu deren Spät-90er Phase) – auch wenn deren Tiefgang nicht ganz erreicht wird - wie sich selbstredend auch "finn-affine“ Dunkel-Freaks hier zu Hause fühlen sollten.

Voraussetzung dafür ist lediglich, man kann sich an einer glasklaren, unaufdringlichen, aber dennoch ausdrucksstarken Damenstimme mit sehr dunklem Timbre ergötzen, und wer bitte könnte das nicht?


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