Bitte loggen Sie sich ein um einen Kommentar verfassen zu können.

Amazon-Empfehlung
Reviews der Band
Antagonist Zero - Nighttime Harmony (EP)

Antagonist Zero

"Nighttime Harmony (EP)"
CD-Review, 1115 mal gelesen, 27.03.2012 Wertung 05/10

Metal.de auf Facebook
CD-Review

Doomed

Artikel veröffentlicht am 13.10.2012 | 1398 mal gelesen

Finnland ist immer wieder gut, wenn es um hochkarätige Bands geht. AMORPHIS, GHOST BRIGADE oder auch SWALLOW THE SUN sind nur ein paar genannte Kombos und regelmäßig erblicken neue Bands das Licht der Welt. So eben auch ANTAGONIST ZERO, welche mit ihrem Debütwerk “Doomed“ auf sich aufmerksam machen wollen. Wie der Titel jedoch schon vermuten lässt, erwartet den Hörer keine freundliche Musikuntermalung für den sonnigen Sonntag-Nachmittag-Besuch der Eltern, sondern düstere Doom Death Metal der typisch skandinavischen Sorte.

Dabei sind ANTAGONIST ZERO jedoch ein zweischneidiges Schwert. Zum einen machen die Musiker rein musikalisch eine wahnsinnig gute Figur und bieten ausgefeilte, emotionale Stücke, dass es einem schwindlig wird. Auf der anderen Seite sorgen die teils eingestreuten cleanen Gesangspassagen in den ersten Hördurchläufen für Schauer auf dem Rücken – aber nicht weil sie so gut wären, sondern absolut disharmonisch und schlecht gesungen klingen. Dies verwehrt einem erstmal etwas den Zugang zu “Doomed“ und zieht die Platte unweigerlich nach unten. Gibt man aber genau diesen Momenten die nötige Zeit und drückt vielleicht das ein oder andere Auge zu, so entwickelt man doch eine gewisse Sympathie mit den Finnen. Auch wenn nicht jeder Ton sitzt und nicht perfekt abgestimmt scheint, so sorgt genau diese Disharmonie für diesen gewissen emotionalen Tiefgang.

Sobald man diesen Punkt überschritten hat, entfalltet sich “Doomed“ zu einer kleinen Perle des Death-Doom. Stücke wie “Catatonic“, “Fading“ oder das finale Titelstück zermalmen alles, was sich ihnen in den Weg stellt. Wie gewaltige Wellen bricht dieses Album über den Hörer hinweg und verschlingt ihn mit seiner tristen Ausrichtung. Diese Musik ist nicht dafür gemacht, nebenbei gehört zu werden, sondern erfordert eine gewisse Aufmerksamkeit. Aber dafür wird man mit einem wahren Kunstwerk belohnt.


Kommentare




Noch 1000 Zeichen verfügbar





neuen Code erzeugen
Bitte gib den Bestätigungs-
code ein um den Kommentar
zu bestätigen: