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CD-Review

Alms & Avarice

Artikel veröffentlicht am 25.02.2013 | 898 mal gelesen

Eine großartige Vergangenheit als Band haben BLACKSOUL SERAPHIM bislang noch nicht vorzuweisen, denn die drei Musiker aus den Vereinigten Staaten haben sich erst im vergangenen Jahr unter dem gemeinsamen Banner zusammengeschlossen. Es wäre naheliegend, die Schwächen von "Alms & Avarice" auf diesen kurzen Zeitraum zu schieben, doch so leicht ist es mit dem eigentlich ziemlich guten Debütalbum aber doch nicht.

Doom Metal mit prägnanten Gothic-Einflüssen steht auf dem Programm, so in etwa in Richtung DRACONIAN, wer seine Vorstellungskraft beflügeln lassen möchte. Harmonisch werden schwere Gitarren, traurige Melodien und fast omnipräsente Keyboards zu einer Einheit vermischt, hinzu gesellt sich der klagende und teils wirklich anmutige Gesang von Gitarrist Morte McAdaver, der BLACKSOUL SERAPHIM wirklich gut steht. Leider fällt aber auch er dem gesamten, nebulösen Eindruck von "Alms & Avice" zum Opfer. Denn im Gesamtkontext bleibt ziemlich wenig vom Debütalbum bei mir hängen. Wirklich schöne Momente schweben häufig zum Greifen nahe vor der Nasenspitze umher, gleiten dann aber aus dem Gedächtnis wie die Hand durch den dichten Nebel. Ausnahmen gibt es aber auch auf "Alms & Avarice" zu vermelden, das durch härtere Parts und Screams herausstechende "Plague Of Pawns" bleibt zum Beispiel als wirklich stark im Gedächtnis. Das gilt meistens wenn BLACKSOUL SERAPHIM etwas aus der Lethargie erwachen und Dynamik in ihre Songs bringen.

Das reicht natürlich nicht für ein Überflieger-Album. So schön und gut "Alms & Avarice" auch umgesetzt wurde, so gut Morte McAdavaer auch singen kann, so wenig bleibt bei mir auch nach mehreren Durchläufen hängen. Das ist schade, vor allem weil die Symbiose der einzelnen Instrumente zu einem harmonischen Dickicht aus sanften Melodien, bezirzenden Harmonien und auch kraftvollem Donnern wird, nachhaltig ist es aber eben nicht.


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