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CD-Review

Cupio Dissolvi

Artikel veröffentlicht am 16.03.2012 | 1096 mal gelesen

Bereits seit 2008 agieren die aus dem Raum Prag stammenden ET MORIEMUR in der Szene und konnten bereits einige Konzerte mit Bands wie SATURNUS, GRAVEWORM, AHAB oder OPHIS an Land ziehen. Nun folgt nach der EP “Lacrimae rerum“ das erste Full-Length-Album “Cupio Dissolvi“. Wie der Titel schon vermuten lässt, wird hier eher Musik der düsteren Note geboten. Nur was steckt eigentlich wirklich dahinter?

Irgendwo zwischen LACRIMOSA, MOONSPELL und einem ganz kleinen Bisschen EISREGEN schwimmen ET MORIEMUR im tiefen See des Dark Metal umher. Allerdings ist genau das das Problem der Truppe, denn es wird recht schnell klar, dass es an einer gewissen Konsequenz im Songwriting mangelt. Die Musiker können sich irgendwie nicht so recht entscheiden, ob sie die romantische Traurigkeit des Gothic, die niederwalzende Langsamkeit des Doom oder die Härte des Death Metal ausleben wollen. Dadurch springen alle Kompositionen immer wieder zwischen den verschiedenen Stilen hin und her, ohne auch nur einmal die Stärken eines Einzelnen im Ansatz ausleben zu können. Dies wirkt in Kombination mit der durchweg vorherrschenden Langatmigkeit der einzelnen Stücke etwas ermüdend, auch wenn “Abstain“ mit seinem extrem düsteren Flair für ein wenig Abwechslung sorgt. Ein weiteres Problem ist der Gesang von Zedeněk Nevělík. Immer wieder zwischen ausdruckslosen Growls und kraftlosen Sprachpassagen wechselnd, entsteht kein richtiger Fluss der Songs und der unhomogene Eindruck wird nur weiter verstärkt.

Im Gegensatz zum Songwriting ist spielerisch alles in bester Ordnung im Hause ET MORIEMUR. Melancholische Gitarren laden in Kombination mit flächigen Samples immer wieder zum Träumen ein und werden gekonnt von der Rhythmusfraktion zusammengehalten. Genau hier haben die Musiker ihre Stärken, müssen allerdings noch lernen, dies in ansprechende Songs zu packen, wenn sie nicht in der Belanglosigkeit untergehen wollen.

Schlussendlich wird man allerdings “Cupio Dissolvi“ nicht all zu oft eine Chance geben, denn das eintönige Songwriting sorgt recht schnell für eine Sättigung. Dazu fehlt es ET MORIEMUR einfach an Zielstrebigkeit in ihren Songs und an der Essenz, den Hörer mit solch tief greifender Musik zu fesseln.


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