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CD-Review

Dissona

Artikel veröffentlicht am 12.07.2012 | 1841 mal gelesen

FEHLER aus Den Bosch in den Niederlanden bringen mit "Dissona" ihr Debüt an den Start. Die Doom/Sludge-Formation kann mit einem prominenten Mitglied in ihren Reihen aufwarten: LEGION OF THE DAMNED-Gitarrist Twan van Geel bedient beim Vierer die Sechssaitige. Musikalisch schlägt die Band im Vergleich zu den eben genannten Death-Metal-Veteranen aber eine gänzlich andere Richtung ein: Es regieren schwere Noise-Eruptionen, zähes Downtempo-Riffing und melancholisch-schräges Klang-Chaos. Man könnte auch sagen, FEHLER klingen wie eine langsame Mischung aus MASTODON, TORCHE und KYLESA. Gelegentliche Postrock-Abschweifungen bilden allerdings einen interessanten Gegenpol, garniert wird das Ganze mit dem weltverneinenden Geschrei von Sänger und Bassist Freek.

Der Opener "First Rites" erinnert zunächst entfernt an OPETH, dann nimmt "Dissona" langsam und behäbig Fahrt auf: Einem kurzen Cello-Intermezzo folgen die Hassbatzen "Revelations" und "Vanity". In der Folge entfaltet die Platte Song für Song einen düsteren Sog, der einem auch das letzte Fünkchen positiver Stimmung aus dem Körper zieht. Erst beim vorletzten Track "Kingdoms", der mit dezent-melodiösen, cleanen Gitarren eher verhalten und ruhig aus den Boxen kriecht, keimt so etwas wie Hoffnung auf.  Es ist allerdings die einzige Verschnaufpause, die man von den Niederländern gegönnt bekommt – das abschließende "Miserablist" bietet dann noch einmal alles, was diese Platte auszeichnet: dissonante Riffwalzen, rüdes Gebrüll und eine große Portion Trübsal. Allen Liebhabern von dichtem, pessimistischen Sludge sei "Dissona" wärmstens ans Herz gelegt.


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