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CD-Review

Into The Grave

Artikel veröffentlicht am 18.03.2012 | 1511 mal gelesen

Auf dieses Debütalbum war ich schon ziemlich gespannt, handelt es sich bei den 2009 gegründeten GRAVETY laut Info doch um eine Band, welche die beiden Genres Thrash und Doom Metal miteinander verbinden soll. Eine derartige Mischung war mir in all den Jahren noch nicht untergekommen, also CD eingelegt und mal gelauscht, wie man sich so etwas namens Thrash'n'Doom Metal überhaupt vorzustellen hat. 

Zuerst einmal fällt auf, dass die Stücke eigentlich eher zwischen Heavy Metal und Thrash Metal liegen, die Songs bewegen sich nämlich fast ausschließlich in mittleren Temporegionen, mal mit ordentlich Double-Bass unterlegt, mal stampfend, doch meist treibend. Die Riffs pendeln zwischen melodisch Heavy rockende und messerscharfe Thrash-Attacken, dazu gibt es zuhauf harmonische Leads. Keine Frage, GRAVETY sind besonders von den Achtzigern beeinflusst. Der souverän dargebotene Gesang ist meist typisch heroisch klar, kraftvoll, mit etwas Vibrato, erinnert an den doomig angehauchten Stellen ein wenig an den guten alten Messiah Marcolin oder an Robert Lowe, dazu gesellen sich passend akzentuiert eingesetzte Growls zur Abwechslung, super Idee! Der sich selbst auf die Fahnen geschriebene Doom Metal sticht vor allem bei "Decay Of Life" heraus, welcher an die schnelleren Nummern von CANDLEMASS erinnert, in den Strophen von "Into The Grave", welche recht deutlich an BLACK SABBATHs "Electric Funeral" angelehnt sind, oder in "Curse Of The Catacombs", epischer Doom Metal irgendwo zwischen CANDLEMASS und SOLITUDE AETURNUS. Ansonsten zeigen sich GRAVETY eher von METALLICA, PARADOX und OMEN beeinflusst. Leider ist noch nicht alles wirklich sauber eingespielt, manches Break wirkt noch ein wenig holprig. Und einen wirklich eigenständigen Charakter kann ich "Into The Grave" auch nicht attestieren.

So bleibt dies ein Versuch, wenn auch ein recht guter, Thrash, Heavy und Doom Metal miteinander zu verbinden, wenngleich das Hauptaugenmerk klar auf dem Heavy Metal liegt.


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