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CD-Review

Awakening

Artikel veröffentlicht am 03.04.2012 | 1335 mal gelesen

Es ist zwar nicht völlig einzigartig, aber das, was das Trio HORSE LATITUDES musikalisch fabriziert, hört sich zunächst doch recht ungewöhnlich an. Im Gegensatz herkömmlichen Metal-Bands gibt es nämlich keinen Sechssaiter zu hören, dafür gleich zwei Bässe.

Dementsprechend tief ist der komplette Sound der Band. Es wummert und brummt zu jeder Zeit, während das Schlagzeug den Rhythmus vorgibt. Drummer Harri ist es auch, der die Vocals übernimmt. Mal knurrt er ziemlich angepisst, dann wieder singt er in traditioneller Doom-Manier und bringt so neben seinem tighten Schlagzeugspiel auch noch etwas mehr Abwechslung ein. Nun könnte man annehmen, bei einer derartigen Konzeption (und dem recht schleichendem Tempo) käme ohnehin nur Langeweile bei raus, doch die Rechnung hat man ohne HORSE LATITUDES gemacht. Trotz langsamen Tempos und Dauerbrummen wirkt "Awakening" nicht wie eine Schlaftablette, sondern ziemlich faszinierend, unheilvoll und zerstörerisch. Dunkel wabernd und mit vielen kleinen Details versehen beherbergt es zudem ein paar Überraschungen, wenn zum Beispiel in "Decline Of The Ages" kurzzeitig losgeknüppelt wird.

Sicher ist "Awakening" nicht dazu gedacht, für kurzweilige Unterhaltung zu sorgen. HORSE LATITUDES muss aufmerksam gehört werden, am besten über Kopfhörer, um diesen tief brummenden Sound in seiner ganzen Pracht bewundern zu können. Das ist nicht nur was für Drone-Fans, sondern auch traditionelle Doomer dürfen dem Trio eine Chance einräumen. Denn auch wenn OM sicher als guter Vergleich herhalten, lassen sich auch Einflüsse von Bands wie CANDLEMASS oder SOLITUDE AETURNUS  finden. Ein interessantes Hörerlebnis!


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