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Silverhoney

Artikel veröffentlicht am 20.07.2011 | 1305 mal gelesen

Ich hatte es schon im Urin, dass in relativ kurzer Zeit mal wieder etwas aus dem Hause Solitude Productions bei mir eintrudelt. Kein Wunder bei der Vielzahl an (qualitativ sehr unterschiedlichen) Veröffentlichungen. Diesmal allerdings ist es ein Grund zur Freude, denn ILLUMINATE THE SILENCE sind ohne Zweifel eine interessante Band.

Die Russen aus Moskau legen ihre zweite EP "Silverhoney" vor und deuten schon an, welch breites Spektrum sie zu bieten haben, und überraschen an mehr als nur einer Stelle. Wer sich auf monotone Ein-Riff-Songs eingestellt hat, kann falscher nicht liegen. In den vier Songs passiert eine Menge, und ILLUMINATE THE SILENCE fühlen sich in beinahe allen Doom-Subgenres wohl. Auf "Silverhoney" wird selbst seichter Gothic Doom mit Funeral Doom zusammengepappt, ohne übermäßig scharfe Kante zu produzieren. Die Songs fahren, bei aller zeitweisen Behäbigkeit, immer eine sehr dynamische Schiene, erhöhen bisweilen in gewaltigen Ausbrüchen das Aggressions-Level. Aber auch Freunde sanfter Melodien und angenehmer (wenn auch zu Beginn sehr gewöhnungsbedürftiger) Clean Vocals werden ein wahres Festmahl vorfinden. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass auch die harschen Vocals gekonnt vorgetragen sind und sich harmonisch mit den Clean Vocals in dieses vielfältige und detailverliebte Gesamtbild einfügen. Es ist einfach wundervoll, wenn im Titelstück nach mächtigen Gitarrenwände und tiefen Gebrüll am Ende der Gegenpol das Geschehen dominiert und mit zärtlichem Akkustikgezupfe und einem leichten Synthie Einschlag hin zum letzten wüsten Schreiausbruch überleitet.

Gleiches gilt für die gesamte EP. ILLUMINATE THE SILENCE haben einen Haufen Details in ihre Songs gepackt und können so immer wieder überraschen. Dass dabei ein paar Riffs aus dem Doom-Metal-Second-Hand-Laden stammen, ist zwar schade, aber kein Beinbruch. Denn insgesamt ist "Silverhoney" eine spannende, mal schöne, mal erdrückende Erfahrung, und es bleibt nur zu hoffen, dass die Russen das auf einem vollen Album ähnlich gestalten können.


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