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Reviews der Band
Katatonia - Dead End Kings

Katatonia

"Dead End Kings"
CD-Review, 8574 mal gelesen, 24.08.2012 Wertung 09/10
Katatonia - Last Fair Deal Gone Down

Katatonia

"Last Fair Deal Gone Down"
CD-Review, 4153 mal gelesen, 21.07.2011 Wertung 09/10
Katatonia - The Longest Year

Katatonia

"The Longest Year"
CD-Review, 3806 mal gelesen, 01.04.2010
Katatonia - Night Is The New Day

Katatonia

"Night Is The New Day"
CD-Review, 13407 mal gelesen, 25.10.2009 Wertung 10/10
Katatonia - Live Consternation

Katatonia

"Live Consternation"
CD-Review, 5335 mal gelesen, 05.06.2007

Specials der Band
Katatonia
Das meint die Redaktion zu "Dead End Kings"
3722 mal gelesen, 24.08.2012
Katatonia
Ein Rückblick auf 20 Jahre Katatonia
13668 mal gelesen, 21.07.2011
Katatonia
Jahrespoll 2006 mit Sänger Jonas "Lord Seth" Renkse
4730 mal gelesen, 28.12.2006

News der Band

17.04.2014

Die schwedischen Düsterrocker KATATONIA haben heute den Ausstieg von Schlagzeuger Daniel Liljekvist bekanntgegeben. Der 1977 geborene Schwede...

21.02.2014

Die Schweden von KATATONIA haben heute folgende Meldung veröffentlicht: "Es hat sich schon lange angedeutet und heute haben Per 'Sodomizer'...

18.02.2013

Die schwedischen Melancholiker von KATATONIA haben ein neues Video zu ihrem Song "Lethean" vom aktuellen Album "Dead End Kings" veröffentlicht....

30.06.2012

KATATONIA, bekannt für schwere und düstere Klagegesänge mit Langzeitwirkung sind kurz davor die Arbeiten am neuen Meisterwerk "Dead End Kings"...

10.05.2011

Es ist noch keine Woche her, dass KATATONIA im Koko Club in London gespielt haben, da tauchen jetzt auf Youtube erste Mitschnitte vom Abend auf....


Live-Reviews der Band
Dead Ends Of Europe Tour
1637 mal gelesen, 01.10.2014
Dead End Kings Tour
2117 mal gelesen, 01.10.2014
live im Backstage, München
3457 mal gelesen, 01.10.2014
live im Lido, Berlin
9307 mal gelesen, 01.10.2014

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CD-Review

Night Is The New Day

Artikel veröffentlicht am 21.07.2011 | 4622 mal gelesen

Es ist nicht mal zwei Jahre her, seit Kollege Olvido mit seinem Review "Night Is The New Day" zu einem der besten Alben 2009 erhob. Nun schreiben wir das Jahr 2011, und die Band hat sich entschlossen, angesichts ihres 20 jährigen Jubiläums das Album (und "Last Fair Deal Gone Down") in einer Special-Edition neu aufzulegen. Neues Artwork, die "Longest Year" EP als musikalischen Bonus, und doch komme ich nicht dahinter, was KATATONIA dazu bewogen hat, gerade ihr aktuellstes Album noch mal herauszubringen. Aber immerhin gibt mir das die Gelegenheit, meine Sicht des Albums noch mal kundzutun, und zum Glück habe ich zum Hören des Materials mehr als ein Jahr Zeit gehabt.

Dabei macht der Anfang in Form von "Forsaker" und "The Longest Year" zunächst einmal eine großartige Figur. Der Opener besticht durch seine gewaltigen Gitarren, die den Hörer schwungvoll erfassen und sich mithilfe des einprägsamen Refrains zu einem wahren Opus der Melancholie aufschwingen. "The Longest Year" bietet da fast Kontrastprogramm: zwar sind die Gitarren ähnlich mächtig, doch in den Strophen herrscht dank sanfter Synthie-Klänge und zarten Gesangs ein Gefühl der Einsamkeit, das viele Post-Rock-Bands gern ihr Eigen nennen würden. Aber spätestens bei "Idle Blood" entgleitet mir das Geschehen etwas, ich kann mich mit den stark am Kitsch kratzenden Klängen und dem die Grenze zum Pathos schon überschrittenen Refrain einfach nicht anfreunden.

Das bleibt zwar zum Glück ein Einzelfall, doch auch im restlichem Ablauf des Albums schleichen sich ein paar kleine Schönheitsfehler ein, allerdings auf sehr hohem Niveau, wie ich festhalten möchte. Da wären zum Beispiel "Liberation" und "Day And Then The Shade", welche die Stimmung von tollen Stücken wie "Onward Into Battle" und dem sich im Refrain zu düsteren Gewitterwolken aufbauenden "Nephilim" nicht ganz halten mögen. Aber es wären nicht KATATONIA, wenn sie nicht zum Ende hin noch mal ihre Ausnahmestellung rechtfertigen würden. Dabei wirkt "Departer" zunächst sehr unscheinbar. Mit seinen ruhigen Tastentönen könnte es fast ein Outro sein. Doch dann setzen Jonas Renkses zerbrechliche Vocals ein, das Schlagzeug agiert dramaturgisch geschickt im Hintergrund, nur um dann den Synthies zu weichen, die Renkse auf einem emotionalen Trip begleiten, der beinahe klaustrophobisches Empfinden im eigenen Körper erzeugt, den Hörer zumindest mit einer tiefen Wehmut erfüllt zurücklässt.

Danach ist auf der normalen Albumversion Schluss, doch auf dem Re-Relase gibt es jetzt noch Bonusmaterial. Die "The Longest Year" EP, allerdings ohne den titelgebenden Song selbst. Diesen ersetzt "Ashen", um Dopplungen zu vermeiden. Dabei sind es tatsächlich "Ashen" und "Sold Heart" die man wirklich als Bonus bezeichnen kann, erfassen sie die Grundstimmung des Albums wunderbar und lassen tatsächlich Zweifel daran aufkommen, warum diese nicht auf der regulären Version bereits enthalten waren. Anders verhält es sich da mit dem Frank Default Mix von "Day And Then The Shade", der dem Song mit seinen flotten Beats eine Unruhe verleiht, dass die Stimmung erheblich leidet, eher weniger gelungen. Dasselbe gilt für "Idle Blood (linje 14)", der in dieser leicht veränderten Version noch eine Schippe mehr Schmalz abbekommen hat und für mich nun ganz klar zum unteren Qualitätslevel KATATONIAs gehört.

Bei aller vorsichtig geübten Kritik ist "Night Is The New Day" ohne Frage ein gewohnt emotionales Album geworden, das die Klasse der Schweden unterstreicht. Ein Klassiker in der bandeigenen Diskographie wird es aber zumindest für mich nicht werden, dazu reichen die sich immerhin in der Überzahl befindlichen starken Nummern einfach nicht aus. Für Noch-nicht-Besitzer von "Night Is The New Day" ist die Neuauflage sicher rentabel, alle anderen müssen sich gründlich überlegen, ob sie für zwei brauchbare Bonussongs und ein überarbeitetes (aus meiner Sicht deutlich schwächeres) Artwork tatsächlich noch mal den vollen Preis löhnen möchten.


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master of tragedy
melden Wertung 08/10 master of tragedy | 22.07.2011 | 07:42 Uhr

Guter Review! Endlich mal jemand, der sich auch nicht mit "Idle Blood" anfreunden kann.
Ich fand es schon immer schmalzig und stand damit aber immer alleine da.

Ansonsten bin ich auch fast mit allem einverstanden. Allerdings ist...  

nightstalker
melden Wertung 10/10 nightstalker | 24.07.2011 | 18:34 Uhr

Ohne wenn und aber ein Meisterwerk. Der einzige "Schwachpunkt" ist das nicht 100% gelungene "Nephilim".
Buy or die! ;-)