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CD-Review

Calling All Demons

Artikel veröffentlicht am 07.06.2012 | 1943 mal gelesen

Zugegeben, ich hatte mich zunächst doch ein klein wenig irritieren lassen und dachte bei diesem, mir bis dato völlig unbekannten Bandnamen an deutlich depressivere Sounds, während mir zum Albumtitel dagegen Gedanken an eine weitere Okkult-Rock-Formation in den Sinn gekommen sind. Doch so wirklich zutreffen will auf diese Dänen nichts davon, auch wenn vor allem Zweiteres nicht ganz von der Hand weisen lässt.

Okkultismus ist auf diesem Dreher aber bloß Beiwerk, die Essenz von "Calling All Demons" ist nämlich viel mehr der imposante als fette Rock dieser Jungs, die auf einem Fundament ausbauen, als deren Eckpfeiler die frühen BLACK SABBATH, PENTAGRAM, SAINT VITUS und THE OBSESSED verortet werden können.

Doch so massiv-doomig der "Unterbau" auch erscheinen mag, diese vier Burschen lassen es nicht nur im Down-Tempo-Bereich amtlich krachen, sondern kredenzen ihre sechs Nummern auch mit einer lässigen 70er-Retro-Rock / Stoner / Hardrock-Schlagseite, die nicht nur in den immer wieder zu vernehmenden Tempo-Wechseln zu erkennen ist, sondern auch in den herrlichen Solo-Passagen, in denen phasenweise Michael SCHENKER zu UFO-Tagen freundlich grüßen lässt.

Als interessanten Aspekt möchte ich zum Abschluss noch erwähnen, dass die Jungs ihr Album im Hinterstübchen eines Oldtimer-Museums aufgenommen haben. Das mag zwar auf den ersten Anschein hin irrelevant klingen, doch "Calling All Demons" hat sogar sehr viel damit zu tun. Auch nicht mehr ganz zeitgemäße Mobile muss man ja erst einmal soweit auf Vordermann bringen, um damit "durchstarten" zu können - genau das haben MOONLESS eben mit ihren Songs geschafft, die allesamt von adaptierten "Oldtimer-Klängen" geprägt sind. Feine Sache!


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