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CD-Review

Nevesis

Artikel veröffentlicht am 25.10.2012 | 2071 mal gelesen

Denkt man an Estland, dann ist Stoner Rock sicherlich nicht das Erste, was der geneigte Musikhörer in dem kleinen Land erwartet hätte. Das zwischen zahllosen Sümpfen und Tannenwäldern jedoch auch qualtitiv hochwertiger Desert Rock aufzublühen beginnt, beweisen NEVESIS auf ihrem ersten Longplayer. Die vierköpfige Band um Sänger Janne Reim wurde bereits anno 2008 gegründet und setzt mit ihrem selbstbetitelten Erstling ein deutliches Ausrufezeichen. Auch wenn NEVESIS den Stoner Rock auf diesem Werk nicht neu erfunden haben, besticht das Album durch eine Vielfalt an symbiotischen Verbindungen hin zu anderen Subgenres.

Bestes Beispiel hierfür ist wohl der Song "Lysergic Dreams". Nach seiner gekonnt inszenierten, psychedelischen Eröffnung entpuppt sich dieser Schmetterling im Verlauf zu einem Paradebeispiel für dreckigen Stoner Rock par excellence. Insgesamt wird das Tempo auf dem Album recht hoch gehalten und die allgegenwärtige Rock'n'Roll-Attitüde ist jederzeit spürbar. Erwähnenswert ist zudem das fast schon jazzige Gitarrensolo in "My Eyes, The Flying Saucers", wobei sich zeigt, dass die Band ihre Instrumente definitiv beherrscht. Ebenso wenig gibt es am Gesang auszusetzen. Janne Reim gelingt der Spagat zwischen genialen Gesangsmelodien, ohne dabei etwas von seiner charmant angekratzten Stimme einzubüßen. Wer sich selbst davon überzeugen möchte, dem sei an dieser Stelle "Seven Million Years" warm ans Herz gelegt.

Stellvertetend für das nahezu komplette Album, beweist "Seven Million Years" zudem, dass die Band ein gutes Gespür für eingängige Songs hat, ohne dabei jedoch ins Belanglose abzudriften. Darüber hinaus ist die Scheibe fett produziert und ein jeder, der sich in rifflastiger Musik zu Hause fühlt, wird hier nicht enttäuscht werden. Einen richtigen Totalausfall kann ich der Band zwar nicht attestieren, wobei "Boogeyman & The Genius" dem restlichen Album in puncto Spannung jedoch ein klein wenig hinterher hinkt.

Für alle, die einen musikalischen Vergleich zu anderen Bands nicht entbehren können, verweise ich abschließend auf die amerikanischen Kollegen von THE SWORD oder RED FANG.. Jedoch klingen NEVESIS einen deutlichen Zacken erdiger, was das Debüt der Esten meines Erachtens nach zu einer äußerst gehaltvollen Angelegenheit macht. Neben anderweitigen guten Doom/Stoner Bands aus Estland wie TALBOT oder ESTONER, bleibt es also spannend, was man in Zukunft noch von NEVESIS zu hören bekommen wird. Der erste große Schritt in die richtige Richtung ist jedoch bereits getan.


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