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CD-Review

Heretic (EP)

Artikel veröffentlicht am 05.09.2012 | 2412 mal gelesen

Besonders groß dürfte sie nicht sein, die Überraschung, dass diese Jungs aus San Francisco einen Deal, und das noch dazu bei einem der absoluten Branchenriesen, unterzeichnen durften. Zu lange schon war die Klasse der Jungs ein offenes Geheimnis, das sich auch bald weit über den Underground hinaus herumgesprochen hatte.

Als Einstandsgeschenk erscheint dieser Tage also eine EP, die jedoch in erster Linie als "Appetizer" für das nächste Langeisen - das man für 2013 in Aussicht gestelllt hat - gedacht ist. Neben dem bereits vom 2011er Wunderding namens "Capricorn" (mit dem sich die vier Burschen aus der ehemaligen Hippie-Metropole bekanntermaßen schon in die Herzen der Doom / Classic / Stoner-Rock-Gemeinde spielen konnten) bekannten "He Who Walks Alone" gibt es darauf drei brandneue Tracks zu bestaunen - oder besser gesagt als "Einstiegshilfen" zu vernehmen - um sich von ORCHID in deren elegant-entspannten, aber dennoch deftig rockenden Doom eintauchen zu lassen.

Exakt jene Sounds waren es ja auch, die den Underground vor geraumer Zeit auf das Quartett rund um Frontmann Theo Mindell aufmerksam gemacht haben und sehr zur allgemeinen Freude lässt sich festhalten, dass Experimente bei ORCHID in etwa so zahlreich vorhanden sind, wie die Chancen der österreichischen Nationalmannschaft in Bälde gegen den "Lieblingsnachbarn" reüssieren zu können.

Auffällig ist jedoch, dass Theo mittlerwiele nicht mehr ganz so nahe am ohrenscheinlichen Vorbild OZZY liegt als früher, sondern mich des Öfteren auch an HELLFUELED-Fronter Andy Alkman denken lässt. Aber nicht nur der Sänger orientiert sich ganz eindeutig an BLACK SABBATH, auch Gitarrist Mark Thomas Baker hat seinen Tony Iommi perfekt gelernt und versteht es – in ähnlicher Manier wie Formationen vom Schlage COUNT RAVEN, IRON MAN oder REVELATION – jenes Riffing in wunderbare, mitunter wahrlich traumhafte, aber dennoch immerzu mächtig losrockende Doom-Epen einzubauen.

Kurzum: Dieser Appetizer schmeckt vorzüglich, das "Hauptmenü" darf gerne und jederzeit nachgereicht werden!


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