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CD-Review

The Mouths Of Madness

Artikel veröffentlicht am 19.04.2013 | 4288 mal gelesen

ORCHID aus der ehemaligen Hippie-Hochburg San Francisco gehören zu den Bands, die im Rahmen der aktuell grassierenden Retrowelle an die Oberfläche geschwommen sind. Verglichen mit den Werken vieler Kollegen, war es den Mannen um Sänger Theo Mindell aber schon mit ihrem Debütalbum “Capricorn” möglich sich fest in der Szene zu etablieren und sich viele Fans zu erspielen. Die wurden durch zwei gelungene EPs, die die Wartezeit auf das zweite Album von ORCHID verkürzen sollten, bei Laune gehalten und jetzt, endlich, liegt der Nachfolger in Form von “The Mouths Of Madness” vor.

Wie die meisten anderen Bands des Genres müssen sich auch die Amerikaner Kommentare bezüglich ihrer Nähe zu BLACK SABBATH gefallen lassen. Im Gegensatz zu Genrekollegen wie DEVIL, die wesentlich puristischer zu Werke gehen, haben ORCHID aber schon immer versucht eine eigene Identität zu finden, sie mit den Einflüssen ihrer Vorbilder zu kombinieren und dabei auch gerne über den Tellerrand geschaut. Dass ihnen das auf dem neuen Album noch ein Stück weit besser als in der Vergangenheit gelungen ist, belegt gleich der Opener “Mouths Of  Madness”. Bevor der Song eine fesselnde Dynamik innerhalb der Strophe entwickelt, die in einem wunderbaren Refrain gipfelt, wird er von einem GARY MOORE-Gedächtnisriff eröffnet und der Hörer so perfekt in die Platte einführt. ORCHID gehen nicht den Weg des geringsten Widerstands, sie loten ihre Grenzen auf “The Mouths Of Madness” mutig aus und belohnen dabei Fans und sich selbst mit Songs wie “Mountains Of Steel”, dem schweren, aber verspielten “Nomad” oder dem von der EP bekannten, recht flotten “Wizard Of War”, denen man sich nicht entziehen kann. Die Melange aus BLACK SABBATH-Riffs, psychedelischen Arrangements, einem Hauch früher NWoBHM (u.a. WITCHFINDER GENERAL) und den eigenen Ideen wird auf diesem Album perfektioniert. Es ist zudem die unbändige Liebe zu Detail, die die Band auszeichnet. Hier sitzt jede Note, jedes Break passt optimal in den Song und die Spannungsbögen schaffen es immer wieder den Hörer zu fesseln. Kurzum, die Musiker haben sich beim Songwriting beinahe selbst übertroffen.

Nur beinahe? Ja, denn ich bin sicher, dass ORCHID in der Lage sind “The Mouths Of Madness” noch zu übertreffen. Das Potential hat die Band auf jeden Fall. Und was unterscheidet ORCHID denn nun genau vom Rest? Das ist relativ einfach zu beantworten. Die Frisco-Metaller sind irgendwo zwar auch ‘nur’ Epigonen der Heavy Metal Gründerväter, gehen in allen Aspekten aber noch ein Stück weit intensiver als manche Kollegen zu Werke. ORCHID tauchen tief in eine Materie ein, die andere nur an der Oberfläche berühren und genau deshalb sind sie so stark, was “The Mouths Of Madness” eindrucksvoll beweist.

 


Kommentare
Kommentar schreiben Leserwertung: Wertung 09/10




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Maronesque
melden Wertung 09/10 Maronesque | 22.05.2013 | 18:07 Uhr

"Eigene Identität" hin oder her, ich finde es ist gerade dieser Nostalgie-Faktor, der die Platte so geil macht. Die Produktion ist passenderweise rau und unterstreicht den SABBATH-Flair zusätzlich. Ich finds klasse!