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CD-Review

Royal Talons

Artikel veröffentlicht am 02.10.2012 | 922 mal gelesen

Auch wenn Drummer Joe Well Myer hier unter dem Pseudonym Kurdt Kocaine auftaucht: mehr als den Humor dürften ROYAL TALONS mit dem Blondschopf, der 1991 die Musikwelt revolutionierte und augenzwinkernd selbst gerne seinen Vornamen falsch schrieb, nicht gemein haben. So fern das  Trio aus Denver, Colorado vom Grunge ist, so gut fügt es sich dagegen in das bisherige Roster des Kleinstlabels ConSouling Records ein. Vornehmlich auf Stoner, Sludge, Doom und seine Verquickungen spezialisiert, hatte es mit NADJA gar mal ein Szene-Schwergewicht in seinen Reihen…

…und mit ROYAL TALONS zwar keinen herausstechenden aber doch recht soliden Fang gemacht. Die fünf Songs des selbstbetitelten Debuts, allesamt an der zehn Minuten-Marke kratzend, mäandern mit einem merklich auf Overdrive optimierten Sound durch dopegeschwängerte Parallelwelten und lassen den Spliff durch Reihen illustrer Herrschaften kursieren: da wären allen voran SLEEP mit ihrem Kutlalbum „Dopesmoker“ und die aus ihnen hervorgegangenen OM. NEUROSIS (nicht die früh-crust-punkigen) stellen die Soundwände, die mehrstimmigen Vocals erinnern doch sehr an BARONESS  bevor sie grüngelb anliefen, für die harschen Vocals und folkigen Soli (welch Koinzidenz) hat man genauer bei THE FLIGHT OF SLEIPNIR hingehört, CATHEDRAL wabern, wie kann es bei dem Stoner-Einschlag anders sein, ebenfalls an der ein oder anderen Ecke durch den Raum, YEAR OF NO LIGHT lassen ein wenig sphärischen Post Rock aufkommen und wenn man ganz genau hinhört (oder zu genau hinhören will) findet man sogar ein wenig der charaketeristischen Nöligkeit Ozzy Osbournes. Wohlgemerkt passiert dies alles während des Openers „Shark Skull“. Sollte man ihn als Marschroute für die folgenden vier Songs nehmen, erwartete man nicht nur zu viel, sondern täte ROYAL TALONS allerdings Unrecht,…

…denn faktisch unternehmen die Amerikaner nur in den ersten genannten zehn Minuten den ernsthaften Versuch, die mannigfaltigen Einflüsse zu einem stimmigen Ganzen zu vermengen. Dass man hierbei ein wenig kopf- und ziellos umherstolpert, ist zu verschmerzen, denn restlich konzentriert man sich vor allem auf die erstgenannten SLEEP mit fetterem Sound, ganz wenig Snare, ein wenig Melodie hie und da und einem Antritt, der gemächlich vorandoomt, jedoch nie durch Drone-Gefilde hindurch oszilliert. Auch wenn das wiedererstarlte Genre mittlerweile von Bands überlaufen ist, die ihren Teil des Kuchens haben wollen: für ROYAL TALONS könnte in Zukunft durchaus mehr als knappe sechs Punkte drin sein.


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