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Switchblade (2012)

Artikel veröffentlicht am 04.10.2012 | 1239 mal gelesen

Namenlos, zeitlos, SWITCHBLADE. Das schwedische Duo hat offenbar Nerven wie Drahtseile. Bestehend aus Tim Bertilsson und Johan Folkesson bleibt die Musik der Skandinavier weiterhin knallharter Tobak. Natürlich einmal mehr selbstbetitelt, ist auch deren sechstes Album wieder in drei verwechselnd ähnliche Titel namens “Movement I-III“ untergliedert. SWITCHBLADE brauchen demnach auch im Jahr 2012 keine Etikette, das Artwork bleibt unglaublich lahm und eine wirkliche Struktur ist als solche nur schwer zu identifizieren. Der traditionell anmutende Doom Metal ist natürlich selbstredend auch lahm, aber nur im beschreibenden, nicht im qualitativen Sinne. Letzteres muss fast jeder für sich selbst entscheiden, denn SWITCHBLADE verfügen über ihren eigenen Bewertungsbogen, der sich nicht mit rationalen Maßstäben ausfüllen lässt.

“Switchblade (2012)“ ist in der Tat nichts für den Kopf, sondern mehr für Leib und Seele. Während sich auf anderen Platten das Hier und Jetzt in den verschiedenen Hooklines, Saitenspielereien, Vocals und Drums befindet, regiert bei den Schweden das Unausgesprochene, das Gefühl. Ursache und Wirkung, ohne Ursache. Zwar scheuern die Instrumente sehr klar und eindeutig aus den Boxen, aber dennoch passiert zusammenfassend so wenig, dass die musikalische Zähigkeit zur Essenz avanciert. Erinnerungen an REVEREND BIZARRE sind keine Seltenheit, allerdings nur in deren extremsten Spielsituationen wohlgemerkt.

Tatsache, mit The Cuckoo (TERRA TENEBROSA), David Johansson (KONGH) und Jonas Renkse (KATATONIA) hat sich das Duo gleich um drei Gastsänger bemüht, wer aber gleichbedeutend damit viel Gesang erwartet, der ist höllisch schief gewickelt. Im ersten Track bleiben die Vocals maximal kryptische Schreie, die sich erst im zweiten Teil zu wirklichem Gesang entwickeln, auch wenn dieser mit traditionellem Doom Metal nur wenig zu tun hat. Man muss schon die Langsamkeit und die Monotonie lieben, um mit “Switchblade (2012)“ ernsthaft etwas anfangen zu können, aber wenn es gelingt, sich in die sicherlich anstrengende Musik fallen zu lassen, dann erwartet einen ein Projekt lähmender Zeitlosigkeit.


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