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CD-Review

Victor Griffin's In-Graved

Artikel veröffentlicht am 17.04.2013 | 2798 mal gelesen

Der Name Victor Griffin dürfte unter Doom-Fans bekannt sein wie ein bunter Hund: PENTAGRAM, CATHEDRAL, DEATH ROW oder PLACE OF SKULLS sind nur ein paar der Bands, bei denen Herr Griffin bereits in die Saiten gehauen hat. Und nun noch eine neue Band unter seiner Federführung, nachdem sein ehemaliges Soloprojekt VICTOR GRIFFIN irgendwann in den letzten Jahren aufgelöst wurde: VICTOR GRIFFIN'S IN-GRAVED.

Wer ein bisschen mit dem vertraut ist, was Mr. Griffin bisher musikalisch unter die Leute gebracht hat, der wird sich kaum fragen, in welche Richtung IN-GRAVED nun gehen mag: Gespielt wird klassischer Doom Metal mit Tendenzen zum klassischen Heavy Metal. Klassisch eben. Dass sich hier viel von den Bands finden lässt, in denen Griffin bislang tätig war, sollte klar sein, vor allem PENTAGRAM scheinen immer mal wieder durch, allerdings ist IN-GRAVED deutlich weniger düster ausgelegt, sondern klingt wesentlich rockiger und etwas mehr nach guter Laune. So finden sich auch deutliche Stoner-Rock-Anleihen, vor allem im dumpfen, aber durchaus gefälligen Klang der Platte, aber auch in so manchem Solo und Riff.

So weit, so gut, Herr Griffin macht also nochmal auf klassisch, ohne Okkultismus und Pentagramm auf dem Cover, dafür mit nicht weniger klassischen Rock-Einflüssen. Ob man als Hörer tatsächlich noch 'so ein' Projekt braucht, muss natürlich jeder für sich wissen, aber alles in allem macht IN-GRAVED durchaus Spaß - es finden sich echt griffige Hooklines, eine Menge 70er- und 80er-Feeling, teils tolles Riffing ... aber ja, das war's auch. VICTOR GRIFFIN'S IN-GRAVED hat eben nicht allzu viel Neues zur Doom-Landschaft beizutragen - natürlich, das will dieses Projekt gar nicht, aber man sollte eben auch keinen neuen Klassiker erwarten. Dies ist Doom Metal mit Rock- und Heavy-Metal-Anleihen, der nichts verkehrt macht, aber halt auch nicht großartig nach oben ausschlägt. Damit kann man glücklich werden, aber "zwingend" ist was anderes. Trotzdem: solides Album!


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melden Johnny the metalguy (unregistriert) | 06.09.2013 | 00:58 Uhr

Ein solides Album! Aber deswegen nur magere 6 Punkte für ein Album, das DER Anwärter ist für das Doom Metal Album des Jahres ?!? Meiner Meinung handelt es sich hier um DAS Doom Album 2013 neben St. Vitus....